Arbeitsgruppe Bio-Rindfleischvermarktung

Gemeinsam regionale Wertschöpfung schaffen

Die Kälber aus der Bio-Milchviehhaltung konventionell vermarkten zu müssen und keinen Einfluss mehr darauf zu haben, wohin sie gehen und welches Ende sie nehmen, das wollen Landwirte aus der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein nicht mehr hinnehmen.

Und so haben sie eine engagierte und motivierte Arbeitsgruppe gegründet, mit dem Ziel regionale Strukturen für die Aufzucht, Mast, Schlachtung und Vermarktung dieser Tiere zu schaffen.
Allen Mitgliedern der AG liegt das Tierwohl und ein liebevoller Umgang mit den Tieren am Herzen. Von der Geburt bis zur Schlachtung. Aus diesem Grund geht ein Teil der Betriebe der AG bei der Kälberaufzucht bereits neue Wege und lässt die Kälber an der Kuh säugen oder zieht sie an Ammenkühen auf. Ziel ist es, dass alle Landwirte der AG auf alternative Kälberaufzuchtmethoden setzen. Mit der Anschaffung eines mobilen Schlachtanhängers, mit der die Rinder ohne Transport am Hof geschlachtet werden können, soll der letzte Weg der Rinder so stressarm wie möglich gestaltet werden. Damit werden die Landwirte nicht nur dem Tierwohl bis zum Schluss gerecht, sondern es kann auch eine besondere Fleischqualität gewährleistet werden.
Mit den vielfältigen Kompetenzen der Gruppe, die vom Metzger bis zur Werbefachfrau reichen, soll dann am Aufbau einer gemeinsamen Schlacht- und Fleischverarbeitungsstätte, sowie an einem erfolgreichen Vermarktungskonzept gearbeitet werden. Gleichzeitig ist die Suche nach regionalen Mästern und die Umstrukturierung von Betrieben aus der Arbeitsgruppe auf Rindermast eine wesentliche Aufgabe.
Die Verbraucheraufklärung, die von Betriebsbesichtigungen über Kochkurse reichen soll, ist auch ein wichtiger Teil der Arbeit der Gruppe. Denn eines muss klar sein: Zur Milch gehört das Fleisch und wer Milch trinken will, der muss sich auch über die gleichzeitige Produktion des wertvollsten Nebenproduktes überhaupt, des Rindfleisches, bewusst sein.

Region: Hochries-Kampenwand-Wendelstein