Familie Markert - Dein Bio-Bauernhof

Experimentierfreude und überlegtes Wachstum

Drei Erwachsene vor einer Siebreinigungsanlage

Familie Markert
© Daniel Delang, Öko-Modellregionen

Der Hof der Markerts ist so, wie man einen Bauernhof aus dem Bilderbuch kennt: Rote Traktoren in einer überschaubaren Größe, ein einladender Innenhof, ein sehr gut sortierter Hofladen mit eigenen Produkten. Es steckt in jedem Detail die Liebe zum Beruf des Landwirts, ein kleiner, gesunder und für jeden nachvollziehbarer Kreislauf vom Acker in den Hofladen.

Das Angebot kann sich sehen lassen: Eier von Hühnern, die aussortiertes Bruchgetreide bekommen. Dinkel aus eigenem Anbau, der zu Dinkelnudeln verarbeitet und zu Mehl vermahlen im Hofladen steht. Sonnenblumenkerne und stolze sechs Sorten Kartoffeln stehen im Regal, darunter auch Raritäten. Daneben Gemüse und selbst Melonen vom eigenen Gewächshaus, Zwiebeln und auch Feingemüse wie Tomaten, Paprika, Salate, frischer Spinat. Dazu Apfelsaft von eigenen Äpfeln und Apfel-Kirsch, ebenfalls aus Eigenernte. Die Säfte sind so beliebt, dass sie jedes Jahr rasch ausverkauft sind.
Die Familie bewirtschaftet 40 Hektar. Für einen Ackerbaubetrieb ist das zu klein, um den Hof im Vollerwerb zu betreiben. Alle gehen daher noch nebenbei arbeiten, aber nicht in Vollzeit. „Die Mischung macht es. Die 25 Stunden in der Verwaltung kann ich genießen und dann freue ich mich auf das Gewächshaus und den Acker. Das ist Ausgleich für mich“, bekennt Manuela. Offenbar bietet dieses Konzept einer Kombination aus Halbtagesstelle und einem nicht allzu großen Hof eine gute Balance.

Die neueste Anschaffung ist eine Getreidereinigung. Sohn Niklas, der an der Technikerschule seine Ausbildung zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker absolviert, hat mit fachmännischem Blick die Vorzüge des Apparats erkannt. Die Maschine kann in Mischfrucht angebaute Druschfrüchte sortieren und trennt Fremdeinträge, wie Steinchen oder Samen von Beikraut vom Getreide und Bruchware von den unversehrten Körnern. und das Ergebnis ist entsprechend perfekt: Beim Test sortiert die Maschine einwandfrei.

Manuela ist für Gemüse zuständig und sie ist hier durchaus experimentierfreudig: So wachsen neben den üblichen Gemüsen auch Süßkartoffeln und Topinambur. „Wir testen hier, was unter welchen Bedingungen gut wächst. Wenn es bei unseren Kunden gut ankommt, dann kommt es in unser Sortiment.“ Dieses Jahr steht der erste Ingwer im Gewächshaus und ist noch nicht ganz erntereif.
2012 hat die Familie auf Bio umgestellt und ist mit einem kleinen Kühlschrank in den Eierverkauf ab Hof eingestiegen. Seither ist das Sortiment wie die Anzahl der Kunden kontinuierlich gewachsen. Was niemanden wirklich wundern kann, der jemals dort war: Es kommt einem so vor, als versorge sich da jemand mit viel Liebe und Sachverstand selbst und lässt alle dran teilhaben, die sich anschließen wollen. Ein Idyll, das einem das gute Gefühl gibt, dass die Welt hier noch in Ordnung ist.

Kontakt:
Maibacher Berg 2
97456 Hambach
09725 41 39
fam-markert@gmx.de

Hofladen immer geöffnet, siehe auch Bio-Einkaufsführer

Region: Oberes Werntal