Familie Rupp

Doch noch Bauer bleiben?!

Familie Rupp mit ihren Kühen
© Daniel Delang

Bauer sein, einfach Bauer sein – ohne den Stress, seine Erzeugnisse auch noch selbst vermarkten zu müssen. Und dennoch gerecht bezahlt zu werden. Nicht dem Effizienzzwang erliegen oder bei der Alternative "Wachse oder weiche" draufzugehen. Das klingt nachvollziehbar, ist leider eine schwierige Aufgabe. Fast scheint es, als würde unsere Gesellschaft Bauern nicht mehr zur Ruhe kommen lassen.

Die Sorge für das Land und Tiere und damit die Grundlage für unsere Lebensmittel zu produzieren, das ist nicht nur ein Beruf. Es ist eine Lebenseinstellung und Lebenskultur. Eine Tradition, die noch lebt und weitergeführt werden will. Gott sei Dank auch gibt es sie noch, die Menschen, die weiterhin Landwirtschaft betreiben. Auch wenn das häufig bedeutet, einen weiteren Beruf auszuüben. Die Leistung für die Gesellschaft ist enorm.
Ramona und Florian Rupp halten derzeit Schafe und Mastrinder. Sie wollen ihren Bio-Betrieb umstrukturieren.
Jungbäuerinnen und Jungbauern stehen vor schwierigen Entscheidungen, wenn sie ihren Hof für die Zukunft wappnen möchten. Denn die Investitionen, etwa in Ställe, sind meist sehr hoch und man legt sich damit auf Jahrzehnte fest – und liefert sich eben auch einem System aus.
„Was gibt der Ort her? Was liegt uns? Gibt es Aussicht darauf, dass wir damit zufrieden sind und auch nicht für nichts arbeiten?“ Diese Fragen stellen sich die Rupps als junge Familie: Pensionsrinder, Mutterkühe, Jungbullenmast, Milchkühe. Vieles hatten sie überlegt.
Die persönlichen Ziele der beiden sind bescheiden: doch noch Bauer bleiben und für das, was man tut, angemessen bezahlt werden – selbst wenn es nicht mehr ganz zum Leben reicht.

Region: Hochries-Kampenwand-Wendelstein