Alles Bio für angehende Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführungen

Die Öko-Modellregion zu Besuch in der Hauswirtschaftsschule Bischofsheim

Projekt: Biolebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung , Information und (Bewusstseins-)Bildung , Ökolandbau in der Schule

Linsen, Kichererbsen auf Öko-Modellreagiontasche

Öko-Landbau, Öko-Modellregion und Klimaschutz auf dem Teller - dass interessierte Schüler der Hauswirtschaftsschule in Bischofsheim
© Maike Hamacher

Was hat es mit den Öko-Modellregionen auf sich? Was verbirgt sich hinter dem Öko-Landbau? Und was hat das Ganze mit dem Klima und mit Linsen, Kichererbsen und Co zu tun?
Diesen Fragen widmete sich die Klasse der Hauswirtschaftsschule, Bischofsheim gemeinsam mit der Projektmanagerin der Öko-Modellregion.

Die Schüler erfuhren, dass Kreislaufwirtschaft, Bodenfruchtbarkeit und Präventives Handeln Grundlagen im Ökolandbau sind. Auch auf Besonderheiten in der Verarbeitung wie Zusatz- und Hilfsstoffe wurde eingegangen. Wissenschaftlichen Input zu den Leistungen des Ökolandbaus durfte ebenfalls nicht fehlen – mit dem Schwerpunkt auf Klimaschutz und Klimawandelanpassung. „Bio-Böden hätten meist eine bessere Bodenstruktur, weswegen sie –ähnliche wie Schwämme – Wasser besser aufnehmen und halten können“, erläuterte die Öko-Modellregionsmanagerin.
Konkrete Beispiele aus der Arbeit der Öko-Modellregion kamen nicht zu kurz. Hier führte das Motto „Bio + regional = optimal“ zu einer ausgiebigen Diskussion über die Definition Regionalität. Die Schüler waren sich einig, dass es auf die Definierenden ankommt: So sei wohl Bayern für die bayerischen Institutionen regional, wie z.B. bei den Siegeln „geprüfte Qualität Bayern“ und dem Bio-Pendant dazu, dem „bayerischen Bio-Siegel“ zu erkennen.
Viel Diskussionsstoff lieferten die Themen Siegel, Kontrollen und Vorschriften – gerade was kleinere Betriebe betrifft. Unabhängig ob es dabei um Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, landwirtschaftliche Betriebe oder Verarbeitungsbetriebe geht.

Wie kann denn nun der eigene Teller klimafreundlicher gestaltet werden? Auf regionale, biologische und saisonale Produkte setzen! Regionale Bio-Lebensmittel lassen sich z.B. über www.marktplatzrhoen.de/partnerbetriebe oder www.regionales-bayern.de
Zum Schluss wurde es noch praktisch: Bei der Reduktion des Fleischkonsums durch mehr heimische Bio-Hülsenfrüchte! Linsen, Kichererbsen und Co. können im Hinblick auf den Klimawandel zukünftig noch viel interessanter für lokale Bio-Betriebe werden. Wie das auf dem Teller aussehen kann, zeigte Jana Wagenländer, Fachlehrerin für Küchenpraxis, mit selbstgemachten Linsenaufstrichen und herzhaften Erbsenmuffins. Die Rezepte gab es für die Schüler gleich dazu.
Der Bereich Hülsenfrüchte wird in weiteren Unterrichtsstunden noch vertieft behandelt.

14.12.2022

Region: Rhön-Grabfeld