Neun Kleinprojekte in der Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten bewilligt

Von Allgäuer Bio-Kräutern bis zum Genussprodukt Bio-Weiderindfleisch

Projekt: Allgäuer Milch und Fleisch gehören zusammen - Regionale Aufzucht von Bio-Milchviehkälbern , Gemeinsam sind wir stark! Regionale Netzwerke und Kooperationen , Ökolandbau begeistert! Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit , Vielfalt in Landschaft und Einkaufskorb - Entwicklungsperspektive Ökolandbau

Vertragsübergabe an den Haus- und Notschlachtverein Weitnau/Missen/Buchenberg.: Cornelia Bögel (Öko-Modellregion), Herbert Siegel (1. Vorstand und Bio-Landwirt) und Johannes Müller (stellv. Vorstand und Metzger)
© Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten

Durch die neue Kleinprojekte-Förderung der Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten werden bis Oktober 2022 neun Projekte in der Region unterstützt. Die Themen reichen vom Anbau von Bio-Schnittblumen und -Kräutern bis zu Produktinnovationen im Bereich Bio-Weiderindfleisch. Das Entscheidungsgremium entschied in seiner Sitzung am 23.02.2022 über die Auswahl der Projekte.

„Wir freuen uns über das große Interesse an unserem Förderprogramm. Bis Antragsschluss Mitte Februar sind insgesamt 14 Projektanträge eingegangen, mit Ideen, die die Region bereichern“, so die Projektmanagerinnen der Öko-Modellregion. Das zeigt, dass sich jede Menge engagierte Menschen in unserer Öko-Modellregion dafür einsetzen, die regionalen Bio-Wertschöpfungsketten weiter auszubauen und das Bewusstsein für unsere heimischen Lebensmittel zu stärken.

Der sogenannte „Verfügungsrahmen Ökoprojekte“ umfasst 50.000 Euro pro Jahr und konnte für 2022 erstmals von Öko-Modellregionen in Bayern abgerufen werden. 90 % dieser Förderung kommen vom Freistaat, die restlichen 10 % werden vom Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten eingebracht. Unternehmen, Betriebe und Privatpersonen aus der Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten waren aufgerufen, sich bis Mitte Februar mit einem sogenannten Kleinprojekt zu bewerben, dessen Netto-Volumen maximal 20.000 Euro umfasst. Die Projekte müssen bis Ende September umgesetzt sein.

Anhand von fünf Auswahlkriterien wählte das Entscheidungsgremium mit Mitgliedern aus Kommunen, Erzeugung, Verarbeitung und Handel neun Projekte aus, die mit der Kleinprojekteförderung unterstützt werden können. Auch Landrätin Indra Baier-Müller ist begeistert: „Insbesondere die zahlreichen Projekte entlang der Wertschöpfungskette Rindfleisch zeigen, dass die Arbeit der Öko-Modellregion im Bereich „Allgäuer Milch und Fleisch gehören zusammen“ Früchte trägt. Zugleich sind aber auch Projekte dabei, die die Produktvielfalt in unserer Region erweitern.“

Umgesetzt werden folgende Projekte:

2 Projekte im Bereich Kräuter- und Schnittblumenanbau und -Vermarktung:
Slowflowers aus dem Allgäu – regional, saisonal, nachhaltig | Gemeinde Haldenwang
Allgäuer Bioland-Freilandblumen und -Kräuter | Markt Oberstdorf

5 Projekte zur Unterstützung der Vermarktung von regionalem Bio-Rindfleisch:
- Alu-Schlachtanhänger für die hofeigene Schlachtung von Bio-Rindern | Markt Wiggensbach
- Trockengereiftes Biorindfleisch vom Allgäuer Weiderind | Markt Sulzberg
- Landwirt, Metzger und Koch: neue Bio-Produkte entstehen! | Gemeinde Rettenberg
- Ausstattung eines Verkaufsraumes zur Direktvermarktung | Stadt Kempten
- Erweiterung und Modernisierung des Schlachthauses | Markt Weitnau
- Regiomat mit regionalen Bio-Lebensmitteln | Markt Bad Hindelang

1 Projekt im Bereich Gemüsebau:
- Foliengewächshaus für eine gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft (Solawi) | Stadt Kempten

31.03.2022

Region: Oberallgäu Kempten