Feldbegehung beim „Schatz-Bewahrer“ Biohof Fella

Projekt: Bewusstseinsbildung - Ökolandbau erleben , Regionale Wertschöpfungsketten und Kooperationen

Georg und Yannik Fella und die alte Weizensorte Opferbaumer Landweizen

Georg und Yannik Fella vom Biohof Fella inmitten des Opferbaumer Landweizenfeldes
© Anja Scheurich

Alter Opferbaumer Landweizen stößt auf großes Interesse

Ungefähr 40 Interessierte aus dem Oberen Werntal und darüber hinaus sind am 30.7.2021 der Einladung der Öko-Modellregion Oberes Werntal zur „Austausch-fördern“ Feldbegehung am Biohof Fella in Wülfershausen gefolgt. In der romantischen Abendstimmung rund um die Kapelle oberhalb von Wülfershausen sorgten die Ausführungen von Georg und Sohn Yannik Fella sowie Naturlandberater Udo Rumpel und Sprecher der Slow Food Regionalgruppe Mainfranken Hohenlohe Gerd Sych für großen Wissenszuwachs. Neben Infos zur Kulturführung in der biologischen Landwirtschaft und wie bestimmte regional bedeutsame Lebensmittel vor dem Verschwinden bewahrt werden können, war vor allem der Opferbaumer Landweizen Thema: Die alte Weizensorte wächst auf dem Biohof Fella auf aktuell 0,4 ha. Als Teil des LfL-Projekts „Erhaltung bayerischer, landwirtschaftlicher, pflanzengenetischer Ressourcen" tragen die Fellas so dazu bei, genetische Vielfalt zu erhalten. Wie die alte Weizensorte auf kleinster Fläche vermehrt wurde und die Körner im Winter ausgelesen wurden – all das durften die Exkursionsteilnehmer*innen erfahren. Am Steffeshof in der Rhön soll der „Opferbaumer“ vermahlen werden, der Greßthaler Bäcker Thomas Wolz wird Backversuche starten. Im Anschluss der Veranstaltung stellte sich die Rehkitzrettung Unterfranken vor. Bei Getränken und Wildschweinbratwürsten konnten die Teilnehmer*innen noch in Ruhe fachsimpeln und sich außerdem mit der neuen Projektmanagerin Anja Scheurich aus der Öko-Modellregion Oberes Werntal vernetzen. (Siehe auch den Artikel "Schatz-Bewahrer für alte Weizensorte" in der Mainpost vom 4.7.2021)

08.07.2021

Region: Oberes Werntal