Neue Möglichkeiten für den regionalen Bio-Anbau

Veranstaltung der Öko-Modellregion zu Sonderkulturen gut besucht

Projekt: Bio-Sonderkulturen

Landwirte aus der ÖMR Obermain-Jura folgen einem Vortrag zum Mohnanbau

Vortrag WSK Mohn1
© Stefan Janssen, Landkreis Lichtenfels

Wer als Bio-Bauer erfolgreich sein will, versucht eine Niesche zu finden, die zu den örtlichen Standortbedingungen passt. Wichtig dabei ist, auch einen gesicherten Absatz zu organisieren – idealerweise in der Region. Mit diesem Interesse haben sich am 17. Januar ein Großteil der Bio-Landwirte aus der Öko-Modellregion Obermain-Jura in der Umweltstation Weismain zusammengefunden. Zwei Fachvorträge ermöglichten den Einstieg in Anbau und Vermarktung neuer Kulturen, für die auch interessierte Verarbeiter in der Nähe vorhanden sind.

Petra Meyer vom Wertschöpfungsketten-Projekt Mohn aus Zapfendorf berichtete über Chancen und Risiken beim Anbau dieser speziellen Kultur. Das feine Saatgut stellt besondere Anforderungen an die Fähigkeiten des Landwirts und nach der Ernte ist eine sofortige Reinigung zum Werterhalt wichtig. Der Absatz qualitativ hochwertiger Ware ist über das Projekt gesichert und bei mengenmäßig steigender Produktion ist sogar ein Bio-Verarbeiter in der Öko-Modellregion interessiert. Als zweites Beispiel berichtete Naturland-Landwirt Stefan Brehm aus Poxdorf über seine mehrjährigen Erfahrungen mit Anbau und Vermarktung von Bio-Kümmel. Die Idee entstand bei ihm durch das Gespräch mit einem Bamberger Bio-Bäcker, der seinen Kümmel ebenso wie der Krögelhof (Bad Staffelstein) liebend gern für die nötige Würzung der Brote abnimmt.
Einige besonders innovative Landwirte konnten schon von eigenen Erfahrungen mit dem Anbau und den nötigen Verfahrensschritten nach der Ernte solcher Kulturen berichten. Aus den Teilnehmern fand sich eine Gruppe, die an einer möglichen Anbaukooperation interessiert ist.

18.01.2023

Region: Obermain-Jura