Die Öko-Beauftragten der Kommunen in Rhön-Grabfeld

Verstärkung der Öko-Modellregion auf kommunaler Ebene

Projekt: Engagement von Kreis und Kommunen , Förderungen regionaler Wertschöpfungketten, Netzwerke und Kooperationen

Blühstreifen Dorfplatz Rödles

Blühstreifen Dorfplatz Rödles
© Georg Hansul

Das Konzept
Die Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld steht für Öko-Landbau als interessante Entwicklungsperspektive für Betriebe, Direktvermarktung als Beitrag zur Nahversorgung, die Entwicklung von Wertschöpfungsketten, die Arbeitsplätze in der Region sichern und schaffen, und den Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis. Um diese Ziele auf lokaler Ebene effektiver umsetzten zu können, wurden im vergangen Jahr Öko-Beauftragte in den Kommunen benannt.
In den meisten Kommunen ist das Amt mit Hauptverantwortlichem und Stellvertreter besetzt, oder es arbeiten beide Öko-Beauftragte als Team zusammen. Die Öko-Beauftragten sind Ansprechpartner für Verwaltung, Vereine und Privatpersonen, bieten konkrete nachhaltige Lösungsansätze und bringen ökologische Themen und Ideen ein. Sie stellen eine Schnittstelle zwischen den Gemeindeverwaltungen und dem Projektbüro der Öko-Modellregion her. Von dort werden sie gezielt mit Informationen versorgt und zu Vernetzungs- und Schulungstreffen eingeladen. So informiert der Newsletter über Neuigkeiten und Veranstaltungen in den unterfränkischen Öko-Modellregionen. Zudem steht das Projektbüro für den individuellen Austausch und Beratung zur Seite.
Das Konzept der Öko-Beauftragten haben wir hier für Sie veröffentlicht.
Die Öko-Beauftragten Ihrer Gemeinden und Städte sind über die Internetauftritte der Kommunen zu finden, bei den Verwaltungen oder dem Projektmanagement der Öko-Modellregion zu erfragen.

Wo liegen die Schwerpunkte?
Im ersten Quartal 2021 fanden Einstiegs-Workshops zum Austausch und Vernetzung der Öko-Beauftragten statt. Dabei zeigte sich ein breites Spektrum bereits angegangener Projekte und Ideen: Vom Verbot von Schottergärten im Neubaugebiet, über ökologische Flächenbewirtschaftung, der Anlage von Blühflächen, Gewässerentwicklungskonzepte, regenerativer Energieversorgung und deren Förderung, bis hin zur Umstellung der Straßenbeleuchtung. Großes Interesse bestand auch bei den Arbeitsfeldern Bildung für nachhaltige Entwicklung und dem Einsatz bioregionaler Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung und Nahversorgung.

Beispiel die Gemeinde Hohenroth
Dies zeigte sich auch bei einem Vor-Ort-Termin der Projektmanagerin der Öko-Modellregion Dr. Maike Hamacher mit den Öko-Beauftragten der Gemeinde Hohenroth, dem 2. Bürgermeister Erwin Kruczek und 3. Bürgermeister Christoph Herbert. Neben dem Bio-Betrieb Herbert wurden Projekte der Gemeinde wie der Wald-Boden-Klima-Pfad, das Baugebiet Landwehr und der Neu- und Erweiterungsbau der Edmund-Grom-Schule besichtigt. Ebenso wurde über eine künftige Zusammenarbeit im Bereich Entwicklung von Gemeinschaftsverpflegungslösungen unter Einbezug von Bio-Lebensmitteln aus der Region gesprochen. Um Projekte in aktiver Zusammenarbeit mit den BürgerInnen voranzubringen bediente sich die Gemeinde Hohenroth eines Bürgerforums. Hier wurden zu drei Arbeitsfeldern Vorstellungen und Wünsche gesammelt, Themen gewichtet und anschließend Arbeits- und Projektgruppen zur Umsetzung gebildet. Die Projektmanagerin der Öko-Modellregion zeigte sich beeindruckt von der Vorgehensweise und den bisher erzielten Ergebnissen insbesondere im ökologischen Bereich. „Dies könne auch in anderen Gemeinden funktionieren und mit den Öko-Beauftragten ständen auch potenzielle Ansprechpartner und Initiatoren zur Verfügung“.

27.05.2021

Region: Rhön-Grabfeld

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