Schon Gewusst?

Wem der Ökolandbau so alles hilft

Projekt: Schon Gewusst?

Schon Gewusst?

Schon Gewusst?
© Annalena Brams

Säugetiere, Vögel, Insekten und Käfer - Sie alle profitieren vom Ökolandbau. Wie genau erzählen wir euch hier.

Fledermäuse
Fledermäuse sind nachtaktiv und jagen deshalb auch nachts. Sie nutzen zur Orientierung Hecken, Waldränder, Baumreihen oder Weidezäune. Je mehr Strukturen vorhanden sind, desto leichter fällt ihnen die Navigation und desto größer ist das Insektenangebot. Der Bio-Bauer verzichtet auf Insektizide und deckt den Tisch für die Fledermäuse dadurch reichlich und vor allem rückstandsfrei.

Hasen
Kleegrasflächen, lichte Äcker, breite Feldränder und artenreiche Wiesen – all das sind Lebensräume wie gemacht für den Feldhasen. Er findet hier viele Kräuter als Nahrung aber auch genügend Verstecke für seine Jungen. Nach der Umstellung auf Ökolandbau konnten mehrere Studien bis zu 5-mal mehr Hasen auf den Flächen beobachten.

Feldlerche
Wie Kiebitze und Rebhühner brüten Feldlerchen am Boden. Sie nutzen dabei gerne Bio-Äcker weil die Bedingungen für sie dort günstiger sind. Das Öko-Getreide wird weniger dicht gesät, die Ackerwildkräuter liefern Samen für die erwachsenen Vögel und die Insekten, die sich dort vermehrt aufhalten decken den Tisch für die Jungvögel abwechslungsreich. Deshalb konnten Untersuchungen auch bis zu 7-mal mehr Feldlerchen nach der Umstellung auf Ökolandbau nachweisen.

Laufkäfer
Laufkäfer sind sehr mobil und anspruchsvoll. Deshalb sind sie gute Indikatoren, anhand derer sich die Qualität des Lebensraums ablesen lässt. Ökologisch bewirtschaftete Flächen werden dabei nicht nur von doppelt so vielen Arten sondern auch von doppelt so vielen Individuen bevölkert als konventionelle Flächen.

Schmetterlinge, Hummeln, Bienen
Sie ernähren sich von Nektar und Pollen. Mit bis zu 300 Wildkrautblüten pro Quadratmeter Öko-Fläche finden sie dort schon ein vielfältiges Angebot. Aber der Bio-Bauer sät auch öfter blühende Kulturpflanzen wie Kleegras, Erbsen oder Bohnen aus, sodass den Insekten ein wahres Blütenmeer angeboten werden kann. Der Verzicht auf Insektizide spielt zudem gerade für diese Tiergruppe eine außerordentlich wichtige Rolle!

17.05.2021

Region: Inn-Salzach