Bio-Streuobst

Äpfel

Äpfel
© Ursel Jedliczka

Streuobst bringt Artenvielfalt, doch auch viel Arbeit und kaum Geld. Die Bio-Zertifizierung und der Verkauf von mehr Bio-Streuobst-Produkten wie Saft, Most und Edelbrand sollen unsere Streuobstwiesen langfristig erhalten.

Im Landkreis Rosenheim gibt es viele Obstbäume, die auf Wiesen, Weiden, in Gärten und an Wegesrändern „verstreut“ sind. Die Früchte dieser „verstreuten“ Obstbäume bezeichnet man als Streuobst. Mit Hilfe des Streuobstbaus können bei Äpfel, Birnen, Kirschen, Walnüssen und Co. sehr viele (alte) Kultursorten erhalten bleiben, die im Plantagenobstbau wohl keine Chance hätten. Darüber hinaus bieten Streuobstbestände Lebensraum für bis zu 5000 Tier- und Pflanzen-Arten und sind damit wahre Biotop-Wunder!
Streuobstbäume und -wiesen müssen regelmäßig gepflegt und das Obst und die Nüsse müssen in der Regel per Hand geerntet werden. Dies bedeutet viel Arbeit für die Baumbesitzer. Um das Streuobst langfristig in unserer Region erhalten zu können, muss die Wirtschaftlichkeit der Streuobstbestände gesteigert werden.

Die Bio-Zertifizierung von Streuobst ist eine Möglichkeit, höhere Verkaufspreise für das regionale Streuobst und dessen Produkte zu erzielen. Die ORO Obstverwertung eG aus Rohrdorf hat als eine der ersten Keltereien eine Sammelzertifizierung für ihre Streuobst-Lieferanten aufgebaut und produziert nun Bio-Streuobstsaft und-Schorle.

Inntalnuss aus Neubeuern verarbeitet bayerische und österreichische Bio-Walnüsse zu ganz besonderen Produkten wie Öl, Mus, Mehl und Knabbereien. Die drei Geschwister-Familien hinter Inntalnuss haben eine Bio-Walnussplantage angelegt, um zukünftig eigene Nüsse verarbeiten zu können. Inntalnuss vertreibt die hochwertigen Produkte seit Kurzem auch in einem Online-Shop.

Die Ökomodellregion unterstützt regionale Saft- und Mosthersteller, Brenner und Nussverarbeiter bei der Bio-Zertifizierung und der Vermarktung ihrer hochwertigen Bio-Produkte. Darüber hinaus werden Aktionen und Bildungsangebote zum Thema Streuobst unterstützt und organisiert, damit Verbraucher den ökologischen und kulturellen Wert der Streuobstbäume erkennen und sich bewusst für diese nachhaltigen Produkte entscheiden.



Kontakt
Irmi Prankl
Projektmanagerin
Gemeinde Frasdorf
Hauptstr. 32
83112 Frasdorf
+49 (0)151 41227056

April 2020

Region: Hochries-Kampenwand-Wendelstein