Bio-Streuobst

Äpfel an einzelnem Ast

Äpfel am Baum
© Daniel Delang

Streuobst bringt Artenvielfalt, doch auch viel Arbeit und kaum Geld. Die Bio-Zertifizierung und der Verkauf von mehr Bio-Streuobst-Produkten wie Saft, Most und Edelbrand sollen unsere Streuobstwiesen langfristig erhalten.

Im Landkreis Rosenheim gibt es viele Obstbäume, die auf Wiesen, Weiden, in Gärten und an Wegesrändern „verstreut“ sind. Die Früchte dieser „verstreuten“ Obstbäume bezeichnet man als Streuobst. Mit Hilfe des Streuobstbaus können bei Äpfel, Birnen, Kirschen, Walnüssen und Co. sehr viele (alte) Kultursorten erhalten bleiben, die im Plantagenobstbau wohl keine Chance hätten. Darüber hinaus bieten Streuobstbestände Lebensraum für bis zu 5000 Tier- und Pflanzen-Arten und sind damit wahre Biotop-Wunder!
Streuobstbäume und -wiesen müssen regelmäßig gepflegt und das Obst und die Nüsse müssen in der Regel per Hand geerntet werden. Dies bedeutet viel Arbeit für die Baumbesitzer. Um das Streuobst langfristig in unserer Region erhalten zu können, muss die Wirtschaftlichkeit der Streuobstbestände gesteigert werden.

Die Öko-Modellregion unterstützt regionale Saft- und Mosthersteller, Brenner und Nussverarbeiter bei der Bio-Zertifizierung und der Vermarktung ihrer hochwertigen Bio-Produkte. Darüber hinaus werden Aktionen und Bildungsangebote zum Thema Streuobst unterstützt und organisiert, damit Verbraucher den ökologischen und kulturellen Wert der Streuobstbäume erkennen und sich bewusst für diese nachhaltigen Produkte entscheiden.



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Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein

April 2020

Region: Hochries-Kampenwand-Wendelstein