Blühendes Ilzer Land

Erhalt und Steigerung der Artenvielfalt

Blühende Landschaft   Wenn die Landschaft blüht, so freut das uns Menschen – egal, ob Landwirt, Gärtner, Bürger, Tourist oder Naturschützer. Kaum jemand kann sich dem Zauber einer blühenden Landschaft entziehen. Während die einen in einer vielfältigen und

© Ilzer Land/ Pixabay

Blühende Landschaft

Wenn die Landschaft blüht, so freut das uns Menschen – egal, ob Landwirt, Gärtner, Bürger, Tourist oder Naturschützer. Kaum jemand kann sich dem Zauber einer blühenden Landschaft entziehen. Während die einen in einer vielfältigen und intakten Kulturlandschaft mit vielen Blühaspekten und Strukturelementen wie Hecken und Streuobstbeständen den Erholungswert schätzen, sehen andere vor allem den Naturschutznutzen. Blütenbesuchende Insekten, wie Honigbienen, Wildbienen, Fliegen und Schmetterlinge, sind auf eine kontinuierliche Versorgung mit Nahrung angewiesen. Diese wiederum spielen auch eine entscheidende Rolle im Ökosystem. Sie bestäuben auf Ihrer Suche nach Nahrung außer den Kulturpflanzen auch die einheimischen Wildpflanzen. Auch wilde Kleinsäuger und Vögel profitieren von einer Sicherung und Schaffung ihrer Lebensräume. Die Möglichkeiten für Landwirte, Gemeindemitarbeiter, Gärtner und Bürger aktiv zu werden und ihnen Rückzugsräume und Nahrung zu bieten, sind vielfältig und zum Teil sogar staatlich gefördert.


Blühflächen in der Öko-Modellregion Ilzer Land

Die Ilzer Land-Gemeinden Röhrnbach, Eppenschlag, Ringelai, Perlesreut, Hutthurm, Schöfweg und Grafenau bringen dieses Jahr auf einigen ihrer Flächen mehrjähriges Regio-Saatgut aus. Insgesamt wird eine Fläche von insgesamt rund einem Hektar - verteilt auf die 7 Gemeinden – ausgesät und die Beteiligten sind sich einig: Man will ein nachhaltiges Zeichen zum Erhalt und zur Steigerung der Artenvielfalt in der Region setzen und hat sich deshalb bewusst für die Aussaat einer mehrjährigen und heimischen Gräser- und Kräutermischung entschieden.

Mehrjähriges Regio-Saatgut

Diese spezielle Mischung besteht zu 70 Prozent aus Gräsern, wie beispielsweise dem Goldhafer, dem Rotschwingel oder dem roten Straußgras. Einen Anteil von 30 Prozent machen heimische Kräuter, wie die Schafgarbe, die Margerite, die Lichtnelke oder die kleine Braunelle, aus. Im Gegensatz zu den oft verwendeten einjährigen Blühmischungen ist dieses Saatgut für den dauerhaften Flächenbewuchs vorgesehen und bietet heimischen Insektenarten langfristigen Lebensraum sowie eine zuverlässige Nahrungsquelle.

Auf lange Sicht sollen sich die angesäten Flächen als Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten und kleine Tiere etablieren, die Biodiversität steigern und nicht zuletzt auch das Landschaftsbild optisch aufwerten. Um dies an die Öffentlichkeit zu tragen, wurden Infoschilder auf den Flächen aufgestellt.

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Katharina Hobelsberger
Kontakt
Katharina Hobelsberger
Projektmanagerin

Öko-Modellregion Ilzer Land

Marktplatz 11

94157 Perlesreut
+49 160 90 20 45 21

Juni 2021

Region: Ilzer Land