Ökolandbau erleben

Bio zum Anfassen: Marktschwärmerei, Ackerschulen, Solidarische Landwirtschaft uvm ...

regionale Bio-Ware
© Verwaltung für ländliche Entwicklung

Die Öko-Modellregion Inn-Salzach hat den Auftrag, Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Bio-Lebensmitteln, die aus der Region kommen, zu erleichtern. Aber auch, den Verbrauchern "Bio" näher zu bringen. Das tun wir z.B. mit dem Aufbau einer Marktschwärmerei, oder Hilfestellung für Kitas und Grundschulen bei der Gründung einer Ackerklasse.

Bio-Lebensmittel sind teurer als konventionelle Produkte. Aber warum ist das so? Bio-Landwirte müssen im Vergleich zu ihren konventionell wirtschaftenden Kollegen in vielen Bereichen strengere Auflagen und höhere Anforderungen erfüllen. Erzählen kann man jedoch viel, ein gutes Stück verständlicher aber wird es, wenn man vor Ort ist und direkt sieht von was der Landwirt spricht.
Hinter den Begriffen "Bio" und "Ökolandbau" versteckt sich viel strategische Arbeit. Denn dazu gehört mehr als einfach keine Pflanzenschutzmittel und keine mineralischen Düngemittel mehr einzusetzen. Die Landwirte stecken viel Arbeit in die Planung und die Erstellung eines gesamtbetrieblichen Konzepts und ernten doch weniger. Die Kombination aus Mehraufwand und geringeren Erträgen muss im Preis entlohnt werden.

Wenn man begreift wie viel Arbeit und Liebe in einem Produkt steckt bis es auf dem Tisch landet, ist der erste Schritt hin zu mehr Wertschätzung für Lebensmittel auch schon getan. Aber nicht nur die Ware muss wertgeschätzt werden, auch die Landwirte und ihre Arbeit. Und ebenso wie es für Lebensmittel funktioniert so entsteht auch Wertschätzung für Landwirte erst durch das Erleben und Begreifen vor Ort. Dort kann intensiv auf die Fragen „Was macht ein Landwirt?“, „Wie macht ein Landwirt etwas?“ und vor allem „WARUM macht er es so und nicht anders?“ eingegangen werden. Wir sind uns sicher, dass das Image der Landwirte schlechter ist, als sie es verdient haben. Lassen Sie sich darauf ein, direkt mit den Bauern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu klären.

"SoLaWi"
Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) bedeutet, dass sich Verbraucher und Landwirte zusammenschließen. Sie teilen sich das Risiko der landwirtschaftlichen Erzeugung, die in vielen Punkten nicht direkt vom Landwirt beeinflusst werden kann. Gleichzeitig wissen Verbraucher genau wo ihre Lebensmittel herkommen. Sie können sich auch, wenn sie möchten, am Anbau beteiligen. Wird man Ernteteiler einer Solawi, so bezahlt man einen monatlichen Beitrag und erhält immer den entsprechenden Anteil der aktuell anfallenden Waren. Damit erreicht man automatisch die Grundsätze Bio, Regional und Saisonal in seinem Speiseplan. Gerade Kindern kann man in einer Solawi die heimische Landwirtschaft wieder näherbringen. Erfahrungen in der Natur sind für die Entwicklung von Kindern zudem essentiell. Dazu ist die Solawi am Blümlhof eine ausgezeichnete Gelegenheit. Darüber hinaus bietet die Solawi noch eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt.
Eine der 360 Solidarischen Landwirtschaften im deutschsprachigen Raum ist die SoLaWi Blümlhof in Burgkirchen an der Alz. Sie versorgt aktuell 60 Personen wöchentlich mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln.


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Kontakt
Natascha Hendel
Öko-Modellregion Managerin 
0172 137 8282

März 2021

Region: Inn-Salzach