Bio-Gemüse aus der Region Regensburg

Regionales Bio-Gemüse für (aus) Stadt und Landkreis Regensburg. Wie sieht es aus mit Angebot und Nachfrage?

bunte Gemüseauswahl

bunte Gemüseauswahl
© Michael Birkenseer

Bio-Gemüse, am besten vom Bio-Bauern aus der nächsten Umgebung, das wünschen sich immer mehr Verbraucher. Aber auch auf politischer Ebene tut sich was.
Der Ministerratsbeschluss der bayerischen Staatsregierung vom 13.01.2020 besagt Folgendes:
- Spätestens bis zum Jahre 2025 soll in allen staatlichen Kantinen ein Warenanteil von 50 Prozent aus regionaler oder biologischer Erzeugung angeboten werden.
- Ziel ist, bis zum Jahr 2030 einen Regio- beziehungsweise Öko-Anteil von 50 Prozent in allen öffentlichen Kantinen in Bayern zu erreichen.

Daraufhin entschied sich die Stadt Regensburg am 23.02.2021 einen eigenen Beschluss zu verfassen. Ziel war es, dadurch den Fokus noch stärker auf den Einsatz bio-regionaler Lebensmittel zu legen. Somit wurde für Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung in städtischer Trägerschaft folgendes beschlossen:
Jahr*Anteil bio-regionaler Produkte**

2025>30%
2030>50%

* bio-zertifizierte Lebensmittel, die aus Stadt und Landkreis Regensburg oder aus dem Freistaat Bayern stammen ** gemessen am monetären Wareneinsatz.

Durch diesen Beschluss wird der Bedarf an Bio-Produkten aus der Region künftig erheblich steigen. Das Ziel der Öko-Modellregion Region Regensburg ist es dabei, langfristige Partnerschaften zwischen der Gastronomie und den Bio-Bauern aus der Region aufzubauen.
In einem ersten Schritt möchten wir uns den Bereich Bio-Gemüse etwas genauer anschauen.
Wie sieht dieser Bedarf konkret aus? Um der Frage auf den Grund zu gehen, hat die Öko-Modellregion Region Regensburg eine umfangreiche Bedarfsanalyse angefertigt. Ausgehend von den individuellen Bedarfen einiger wichtiger Lieferanten von Kita- und Schulverpflegung kann der durchschnittliche tägliche Bedarf für jede Gemüsesorte hochgerechnet werden. Auch der Vorverarbeitungsgrad wurde teilweise erfasst. Über das Team Öko-Modellregion können so passende Puzzleteilchen aus Angebot und Nachfrage zusammengesetzt und Kontakte vermittelt werden.
Und wie ist das derzeitige Angebot? Nach Gesprächen mit Bio-Bauern aus der Region wurde klar, dass die Anbauplanung der Landwirte auf den steigenden Bedarf reagieren, bzw. jährlich angepasst werden kann. Daher wäre eine Angebotsanalyse, welche lediglich den Status Quo abbildet, wenig aufschlussreich. Umso wichtiger ist es die Akteure aus der Region an einen Tisch zu bringen.

Daher plant die Öko-Modellregion Region Regensburg ein Bio-Gemüsebauernnetzwerk aufzubauen.
Neben Fragen der Vermarktung und der Vermittlung von Partnerschaften, sollen fachliche Themen rund um den Bio-Gemüseanbau diskutiert werden. Des Weiteren ist die Idee, eine Plattform der Wissensvermittlung zu schaffen, damit Bio-Gemüsebau-Einsteiger von erfahrenen Akteuren lernen können.

Neues Bio-Gemüsebauernnetzwerk
Bei unserem ersten Treffen am 05.04.2022 um 19:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben) stehen die Vernetzung und das Kennenlernen im Fokus. Des Weiteren werden die entsprechenden Ausschnitte der Bedarfsanalyse vorgestellt. Danach gibt es Raum und Zeit, über das Angebot an Bio-Gemüse in der Region zu diskutieren. Weitere Treffen mit Caterern und Gastronomen sind in Planung.
Anmeldung zum ersten Treffen am 05.04.2022 bitte per E-Mail an oekomodellregion@lra-regensburg.de.
Bei weiteren Fragen und Anregungen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an Julius Kuschel, unter 0941/4009-168.


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März 2022

Region: Region Regensburg