Bio-regional für Kids: gemeinsames Säule-II-Projekt im Landkreis Passau
Haus am Strom entwickelt erlebnisorientierte Programme – Partner sind die beiden Öko-Modellregionen im Landkreis Passau und zwei Erlebnisbauernhöfe
Freuen sich auf das neue Bewusstseinsbildungsformat an Schulen (v.r.): Projektleiterin Doris Schartner, Pia Auberger, Jenny Mähr und Dr. Ralf Braun vor der Umweltbildungsstation Haus am Strom.
© Simone Kuhnt
Untergriesbach/Tiefenbach/Salzweg/Pocking/Bad Griesbach. Wie erkennt man gesunde Lebensmittel im Geschäft? Welche Bio-Bauern gibt es bei uns in der Region und wie sieht ihre tägliche Arbeit aus? Diesen Fragen will das Haus am Strom, die Umweltbildungsstation des Landkreises Passau, in erlebnisorientierten Programmen mit Schülerinnen und Schülern nachgehen. Das genehmigte „Förderbudget für außergewöhnliche Projekte in Öko-Modellregionen“ macht es möglich, dass das Haus am Strom ein neues Format für Bewusstseinsbildung an Grund- und Mittelschulen sowie für höhere Schulen entwickeln kann. Nach einer Bedarfsanalyse in den Schulen ist nun bei einem Treffen im Haus am Strom der Startschuss für die Konzepterstellung gefallen. Mit dabei waren neben Dr. Ralf Braun, Leiter vom Haus am Strom, und Projektleiterin Doris Schartner auch die Projektpartnerinnen Pia Auberger und Jenny Mähr, die Vertreterinnen der Öko-Modellregionen der ILE Passauer Oberland und der ILE an Rott & Inn. Weitere wichtige Partner sind die Bio-Erlebnisbauernhöfe Flossmann in Passau-Salzweg und der Nachbarhof der Familie Egger in Amsham bei Bad Griesbach. „Das Besondere an dem Projekt wird sein, dass wir unsere Programme immer wieder an die gesammelten Erfahrungen und den jeweiligen Bedarf anpassen werden“, erklärt Projektleiterin Doris Schartner, die selbst aus der Landwirtschaft kommt, „auf eine erste Interessens-Abfrage haben sich schon sechs Grund- und Mittelschulen mit 19 Klassen angemeldet.“
Lieblingsgericht als Praxisbeispiel
Im Mittelpunkt der ersten Workshops könnte ein beliebtes Gericht stehen, verrät Doris Schartner: „Wir möchten mit den Kindern die Zutaten wie Milch, Mehl und Eier aus verschiedenen Haltungsformen erarbeiten und diese dann nach einer Art Einkaufstraining bewusst auswählen. In einem zweiten Teil könnten wir etwas gemeinsam zubereiten und essen.“ „Mit dem Zuhören, dem gemeinsamem Kochen, dem Sehen, Riechen und Schmecken entsteht ein Erlebnis für alle Sinne, das in Erinnerung bleibt“, sind Jenny Mähr und Pia Auberger sicher.
Sobald ab Mai das Konzept mit jahrgangsgerechten Modulen für Grundschüler fertig ist, wird es in den zwei Öko-Modellregionen nördlich und südlich der Donau erprobt – und im Austausch mit den teilnehmenden Lehrkräften weiterentwickelt. Im neuen Schuljahr sollen die Workshops dann offiziell buchbar sein. In den nächsten Jahren wird das Konzept für weiterführende Schulen weiterentwickelt und erprobt. Die Material- und Personalkosten werden während der Projektlaufzeit zu je 50 Prozent aus Landesmitteln und von der Umweltstation finanziert, danach könnte ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben werden. Möglich sind auch Besuche auf verschiedenen Erlebnisbauernhöfen. Hier vermitteln die Öko-Modellregionen sowie das Amt für Landwirtschaft und Forsten in Passau Kontakte. Über das Netzwerk „BNE macht Schule“ könnten auch Lehrerfortbildungen angeboten werden. Schulen und Lehrkräfte, die an dem Projekt „Wir wollen Bio und Regional“ Interesse haben oder sich in die Konzeptphase einbringen möchten, können sich an Doris Schartner wenden. Tel. +49(0)8591/4629960, Mail: d.schartner@hausamstrom.de.
Datum
27. März 2025
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