Gemeinsam mit Ingo Keßler, Zweigstellenleiter der Wefa Seßlach, und Georg Heubner, zuständig für den Landwirtschaftsbereich, ging es über das weitläufige Gelände. Die Besonderheit des Standorts: Hier treffen zahlreiche Tätigkeitsfelder aus dem „grünen Bereich“ aufeinander – von Landwirtschaft und Gemüsebau über Forstwirtschaft bis hin zur Grünanlagenpflege.
Bei unserem Rundgang erhielten wir Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Unsere Stationen führten uns unter anderem zu den Schweinen und Hühnern sowie zu den Flächen für Gemüse- und Ackerbau.
Bio-Landwirtschaft mit großer Vielfalt
Ein wichtiger Bestandteil des Betriebs ist die ökologische Legehennenhaltung. Der Betrieb ist nach Bioland sowie KAT zertifiziert. Die Hühner werden entsprechend der Bioland-Richtlinien gehalten, erhalten zertifiziertes Bio-Futter und haben Auslauf ins Freie auf einer großen Streuobstwiese. Auch auf den Feldern ist die Vielfalt groß: Im ökologischen Feldbau werden verschiedene Getreidearten wie Dinkel, Speisehafer und Emmer angebaut. Hinzu kommen alte Linsensorten, darunter schwarze und marmorierte Linsen, sowie verschiedene Kartoffelsorten. Saisonales Bio-Gemüse und Kräuter ergänzen das Angebot.
Neu: Bio direkt aus der „Grünen Schatztruhe“
Ein weiteres Thema unseres Besuchs war die Vermarktung der eigenen Bio-Produkte. Seit dem 29. Juli 2026 gibt es auf dem Gelände der Wefa Seßlach mit der „Grünen Schatztruhe“ ein neues Angebot für die Direktvermarktung. Über den Selbstbedienungs-Ab-Hof-Verkauf können Kundinnen und Kunden Bio-Produkte direkt vor Ort erwerben. Angeboten werden unter anderem Bio-Gemüse aus eigenem Anbau, Bio-Nudeln und Grillholz. Die „Grüne Schatztruhe“ ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Bezahlt wird passend über eine Kasse des Vertrauens.
Grüne Schatztruhe – Wefa Seßlach
Am Weißen Weg 5a
96145 Seßlach
Vernetzung und Logistik als gemeinsame Themen
Für uns als Öko-Modellregion sind solche Kennenlernbesuche besonders wertvoll. Wir möchten erfahren, welche Strukturen bereits vorhanden sind, vor welchen Herausforderungen die Akteure stehen und wo wir gemeinsam ansetzen können. Beim Austausch in Seßlach wurden insbesondere zwei Themen deutlich: Vernetzung und Logistik.
Wie können Bio-Akteure besser miteinander vernetzt und regionale Bio-Produkte leichter zu Handel, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern gebracht werden? Genau hier möchten wir als Öko-Modellregion ansetzen: zuhören, Akteure zusammenbringen und gemeinsam regionale Bio-Wertschöpfungsketten weiterentwickeln.
Vielen Dank an Ingo Keßler, Georg Heubner und das Team der Wefa Seßlach für den offenen Austausch, die Führung und die spannenden Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche vor Ort!
Mit „Öko-Modellregion unterwegs“ besuchen wir Menschen, Betriebe und Initiativen in Stadt und Landkreis Coburg. Wir möchten kennenlernen, was bereits da ist, erfahren, wo Herausforderungen liegen, und gemeinsam herausfinden, wie wir die Bio-Landwirtschaft und regionale Bio-Wertschöpfung weiter stärken können.