Nachbericht Umstellungsseminar „Der Weg zum Bio-Betrieb“

Milchkuh auf einer Weide

Milchkuh
© Daniel Delang

Infos zur Betriebsumstellung auf Bio lockten Teilnehmer aus mehreren nordbayerischen Landkreisen hinter die Bildschirme.

Um die Betriebsumstellung auf Biolandbau ging es im Seminar „Der Weg zum Bio-Betrieb“ der Öko-Modellregionen Amberg-Sulzbach/Stadt Amberg, Neumarkt i.d.OPf. und Naturparkland Oberpfälzer Wald. Das Online-Seminar am Faschingsdienstag lockte Teilnehmer aus mehreren nordbayerischen Landkreisen hinter die Bildschirme. Bernhard Strehler vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten gab einen Überblick über die ersten Schritte zur Bio-Umstellung, die Anforderungen an einen Bio-Betrieb sowie die derzeitigen staatlichen Fördermöglichkeiten wie etwa KULAP. Maximilian Wilfer stellte die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH, Pöttmes vor, die vorwiegend Bioland-Ware vermarktet. Wilfer gab Einblicke in den Bio-Getreidemarkt, auf dem die Nachfrage nach Bio-Marktfrüchten durchweg hoch ist.
Dr. Norbert Bauer, Geschäftsführer Milch im Ruhestand der Domspitzmilch eG in Regensburg, stellte die Molkerei als einen der größten Bio-Milchverarbeiter in der Region vor. Die Zuhörer erfuhren alles über die derzeitigen Entwicklungen am Bio-Milchmarkt und den derzeitigen Absatz an Bio-Milchprodukten durch die Molkerei. Beliefert werden sowohl der Naturkosthandel, also auch der Lebensmitteleinzelhandel mit Bio-Molkereiprodukten.
Um das Seminar inhaltlich abzurunden, erfolgte schlussendlich noch die Vorstellung des Demeter-Betriebs Walz aus Amberg-Schäflohe. Hofnachfolger Matthias Walz zeigte auf, wie sich der Betrieb über die Jahre entwickelt hat und wie er für die Zukunft aufgestellt ist. Zum Betriebskonzept gehören Legehennen inklusive Bruderhähnen, eine Herde aus Aberdeen Angus und der Anbau alter Getreidesorten wie beispielsweise Champagnerroggen. Alle Produkte werden im betriebseigenen Hofladen vermarktet, der mithilfe von Bio-Erzeugnissen befreundeter Bio-Landwirte und Lebensmittel aus dem Bio-Großhandel fast ein vollständiges Sortiment aufweisen kann. Des Weiteren erfolge Kontakt mit Verbrauchern und Verbraucherinnen über die Teilhabe an der Solidarischen Landwirtschaft „Stadt Land Beides“ in Nürnberg.

28.03.2022

Region: Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg