Zeit im Lockdown sinnvoll genutzt

Jugendliche bauen mobilen Hühnerstall

Projekt: Bio-regionale Lebensmittel

Zwei Handwerker beim Bau

Vitus und Johannes beim Bau eines mobilen Hühnerstalls
© Ellmeier

Corona überschattet derzeit den Landkreis Miesbach. Zwei junge Burschen nutzen auf Biobauernhof die Zeit sinnvoll.

Lange zieht er sich hin, der Winter 2020/2021 mit den Einschränkungen. Besonders der Fernunterricht fordert Kinder, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Nachmittags findet das sonst so beliebte Fußballtraining leider nicht statt. Für Ausgleich sorgen in der Gemeinde Weyarn zwei Jugendliche selbst und wurden aktiv. Vitus Fuchs und Johannes Feeß, beide 16, bauen gemeinsam einen Hühnerstall auf Rädern.

Auf dem heimatlichen Bio-Milchviehbetrieb von Vitus Fuchs in Wattersdorf gibt es neben 28 Kühen und Nachzucht bereits einiges Federvieh. Aber bald sollen es mehr werden.
„Immer schon war das Geflügel meine Leidenschaft“ so Vitus, „mein Opa hat mich dafür begeistert“. Die robusten Vorwerkhühner, eine alte Hühnerrasse, hat es dem 16-Jährigen besonders angetan. Mehr sollen es werden, und dafür brauchts Platz. Beim Bau des weiteren Stalls wird er von seinem Freund Johannes Feeß, der täglich aus der Nachbarschaft angeradelt kommt, tatkräftig unterstützt. Wenn es knifflig wird, holen sich die beiden Rat bei ihren Vätern, aber das meiste stemmen sie allein.

„Dankbar werden die Verbraucher sein, weitere Bioeier aus der Region kaufen zu können.“, so Öko-Modellregionsmanagerin Stephanie Stiller. „Besonders in Coronazeiten steigt die Nachfrage nach regionalen Biolebensmitteln“.
Voller Zuversicht lässt einen das in die Zukunft schauen. Anpassungsfähig und das Beste aus dieser Zeit machen, das zeigen die beiden. Jetzt gehts für die zwei Burschen schön langsam wieder zurück in den Präsenzunterricht. Nach ihrem Abschluss in diesem Jahr werden beide eine Ausbildung im Handwerk beginnen. Dass sie handwerkliches Geschick haben, zeigen sie bei ihrem aktuellem Projekt, dem jahrfahren Stall, jetzt schon.

Es stimmt einen froh, wenn die Jugend aktiv wird und sinnvolle Projekte selbständig angeht. Ganz im Sinne der Öko-Modellregionen in Bayern. Weiter so.