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Hans Zäch

Nüsse statt Schweinemast

Mehrere Personen stehen nebeneinander auf einer Wiese.
Elfriede, Hans, Antonia, Naila und Hannes Zäch (v.l. nach r.)
© Daniel Delang

Vogel-Späher und ein unverhofftes Käfer-Quartier

Dass Eichhörnchen die Ernte bedrohen würden, entpuppte sich schnell als Irrtum. „Das sind Reviertiere, die schaffen gar nicht so viel weg“, weiß Hans Zäch. Deutlich geschickter sind Eichelhäher und Raben, die in Gruppen anrücken und sogar eigene Späher postieren. Pflanzenschutz auf natürliche Art bekommt die Plantage von ganz unerwarteter Seite: Eine riesige Holzlagerung direkt gegenüber der Fläche wurde zufällig zum perfekten Winterquartier für tausende Marienkäfer. Als Nützlinge halten sie den Blattlausbefall auf den Sträuchern verlässlich niedrig.

 

Von Eimerweise Handarbeit zur Knackmaschine Bis die Sträucher voll trugen, vergingen einige Jahre – ein Vorteil im Nebenerwerb, wo man der Natur diese Zeit geben kann. Die nächste Hürde folgte nach der Ernte, denn Nüsse lassen sich in der Schale nur schwer vermarkten. Über Jahre hinweg knackte die gesamte Familie die Ernte mühsam in Handarbeit. Die Unterstützung aus dem Kleinprojektefonds der Öko-Modellregion ermöglichte die Anschaffung einer eigenen Knack- und Schälmaschine. Aus den gerösteten Nüssen entstehen heute ein köstliches Granola-Müsli, geröstete Haselnüsse, reines Haselnussmus und ein eigener Schokoaufstrich. Die Nachfrage übertraf schnell die eigenen Erwartungen.

Regional gedacht: das Haselnusseis

Besonders eines der jüngsten Projekte zeigt, wie gut die Dorfgemeinschaft in Schmidstadt funktioniert: Aus der Bio-Milch von Nachbarin Sandra, den Nüssen von Hans Zäch und der Eismaschine vom Biohof Walz in Amberg entsteht seit dem Sommer 2026 ein rein regionales Haselnusseis. Das Eis kommt in der Region gut an – und für die Kinder der Familie ist ein Highlight, auf das sie stolz sind.

 

Für Hans Zäch hat sich der Schritt weg von der Schweinemast voll ausgezahlt. Statt Wachstumsdruck und Schulden prägen heute Tüftlergeist, funktionierende Partnerschaften unter Kollegen und die Freude an eigenen, in der Region einzigartigen Produkten seine Arbeit am Hof.

Nächster Mensch