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100% Bio-Verpflegung in Neumarkts Grund- und Mittelschulen

Verpflegungsleitbild-Prozess und regionale Bioerzeuger als Lieferanten

Projekt: Bio in Kommunen
Die Initialveranstaltung zum Verpflegungsleitbild für 100% Bio in der Schulverpflegung moderierten Ralf Mützel, Amt für Nachhaltigkeit der Stadt NM (rechts) und Michael Böhm, Ecozept.
Die Initialveranstaltung zum Verpflegungsleitbild für 100% Bio in der Schulverpflegung moderierten Ralf Mützel, Amt für Nachhaltigkeit der Stadt NM (rechts) und Michael Böhm, Ecozept.
© Sandra Foistner

Von den neun Grund- und Mittelschulen in der Stadt Neumarkt werden aktuell acht mittels Warmverpflegung über verschiedene Cateringunternehmen und eine im Kühlkost-Verfahren versorgt. Die Bio-Anteile sind in den Einrichtungen jedoch sehr unterschiedlich. 

Vor diesem Hindergrund haben sich auf Einladung des Amt für Nachhaltigkeit der Stadt Neumarkt unter Leitung von Ralf Mützel folgende kommunalen Akteure und Akteurinnen der Außer-Haus-Verpflegung in der Technischen Hochschule Nürnberg am Standort Neumarkt zum austausch zusammengesetzt:

  • Träger von Schulen sowie die Schulleitungen
  • Kommunale Vertreter der Marktgemeinde Postbauer Heng, die bereits 30% Bio in der Schulverpflegung anbietet
  • Verantwortliche der zuständigen Ämter (z. B. Beschaffung Schulverpflegung) sowie des Staatlichen Schulamtes
  • Referentinnen und Referenten im Neumarkter Stadtrat (z. B. Schule und Nachhaltigkeit) sowie zuständige Gemeinderäte in Postbauer-Heng
  • Simone Spangler von der Arge zwo Agentur für Kampagnen und Nachhaltigkeit
  • Aktiv beteiligte Institutionen wie Sandra Foistner, PM Ökomodellregion Landkreis Neumarkt (i.f. ÖMR) und Christina Apel vom Fachzentrum des AELF Oberpfalz sowie die Entwicklungsagentur für regionale und bio-regionale Beschaffung

Ein von allen Beteiligten getragenes Verpflegungsleitbild soll für mehr gegenseitiges Verständnis über die zu erreichenden Ziele, des anvisierten Zeitplans und die dazu notwendigen Umsetzungsschritte beitragen (z.B. schrittweises Erhöhen produktspezifischer Bio-Anteile, Aufbau von regionalen Lieferketten, etc.).

Eckpunkte wurden in dieser Veranstaltung erarbeitet werden, um daraus ein einrichtungsübergreifendes Verpflegungskonzept zu erstellen, das als Grundlage für die zukünftige Vergabe von Verpflegungsleistungen dienen kann.

Die Vorstellungsrunde aller Beteiligten förderte die unterschiedlichen Verpflegungskonzepte in Abhängigkeit von räumlichen und personellen Kapazitäten in den Grund- und Mittelschulen der Stadt Neumarkt zu Tage.
30% Bio in der Schulverpflegung hat bereits der Markt Postbauer-Heng umgesetzt. Ob gemeinsames, ehrenamtlich zubereitetes Frühstück für täglich 60 Kinder in der Schule oder der direkte Kontakt mit dem "coolen" Schul-Koch - Horst Kratzer, 1. Bgm. , Angelika Herrmann, 2. Bgm. und Sonja Edenharter, Ganztagskoordinatorin und Frühstückslotsin an der Erich-Kästner-Schule im Markt Postbauer-Heng erzählten, wie es bei ihnen läuft und was bei Kindern und Eltern gut ankommt!

Simone Spangler von der Arge zwo Agentur für Kampagnen und Nachhaltigkeit gab ein Update zum Projekt “100 % Bio an den Neumarkter Schulen” und schilderte die vielseitigen Aktionen zur Bewusstseinsbildung für Bio in Neumarkter Schulen - vom Besuch auf dem Bio-Bauernhof über die Führung in der Bio-Brauerei bis hin zu Workshops für Teenies, in denen Brotaufstriche kreiert werden...! Silvia Luppinaci von dem Cateringunternehmen Leichtsinnsküche leitete den Praxisteil und beschrieb die Arbeit mit den Teenagern mit treffenden Worten: "Anfangs waren die Jugendlichen eher etwas "lost", aber insbesondere die Jungs entwickelten im Laufe des Workshop immer mehr Lust, Aufstriche aus den unterschiedlichsten Zutaten zu kreieren!"

"Im Landkreis Neumarkt haben wir etwa 29 Bio-Direktvermarkter, die eine breite Produktpallette von Getreide über Milchprodukte und Äpfel bis hin zu Bio-Speiseölen liefern könnten", veranschaulichte Sandra Foistner, Projektmanagerin der ÖMR. Allerdings gilt es in Abhängigkeit von den sich entwicklenden Strukturen zu eruieren, in wieweit die Direktvermarkter regelmäßig liefern könnten, und ob auch Catering-Unternehmen den Aufwand auf sich nehmen, direkt bei den Landwirten einzukaufen.

Im Rahmen von zwei 20minütigen Workshops wurden die Eckpunkte für ein einrichtungsübergreifendes Verpflegungskonzept festgelegt, das als Grundlage für die zukünftige Vergabe von Verpflegungsleistungen dienen kann.

Weitere Workshop-Runden eines Gremiums, dessen sprichwörtliche "Fäden" von der REGINA GmbH als Träger der ÖMR "zusammengehalten" werden könnten, sind angedacht.

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