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BioBitte: Amberg-Sulzbach isst zukunftsfähig

30 Teilnehmende informierten sich bei der Initialveranstaltung in Ensdorf über Bio-Regio-Verpflegung

Projekt: Fruchtbare Netzwerke aufbauen
Mehrere Personen stehen in einer Gruppe zusammen und schauen in eine Kamera.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen informierten sich bei bestem Wetter zu mehr Bio in der Außer-Haus-Verpflegung.
© Milena Richter

Begrüßung und Einführung in die Initiative BioBitte

Nach der Begrüßung durch Hans Ram, Bürgermeister der Gemeinde Ensdorf und Helga Gradl, Direktorin der Mittelschule Ensdorf, stellte Michael Böhm von Ecozept die Initiative BioBitte und deren Zielsetzung von mehr Bio-Lebensmitteln in der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung vor.

Erfolgsmodelle aus anderen Regionen: Von der Idee zur Umsetzung

Annika Reich von der Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg stellte die Chancen und Potenziale für die Außer-Haus-Verpflegung in der Region in den Mittelpunkt. Dabei ging es um die Frage, welche Voraussetzungen vor Ort bestehen und wie regionale Akteure die Entwicklung einer nachhaltigen Verpflegung unterstützen können.

Bernhard Götz, Geschäftsleitung der Gemeinde Langenbach im Landkreis Freising, berichtete über die interkommunale Vergabe von Verpflegungsleistungen in der Öko-Modellregion Ampertal. Unter dem Titel „Mehr Bio, mehr Regio!“ wurde deutlich, welche Bedeutung die Zusammenarbeit von Kommunen für die Beschaffung und die Stärkung regionaler Bio-Angebote haben kann.

Ein weiteres Beispiel lieferte Dr. Mirjam Pekar-Milicevic von der Wirtschaftsförderung Biostadt Lauf an der Pegnitz mit ihrem Beitrag „Starke Wirtschaft durch mehr Bio“. Das Beispiel verdeutlichte die Verbindung zwischen nachhaltiger Ernährung, regionaler Wirtschaft und kommunalem Engagement.

Bio-regionale Verpflegung in der Praxis

Nach einer Pause mit bio-regionaler Verpflegung vom Hutzelhof standen Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung im Mittelpunkt.

Irmgard Schaller-Fromm von der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach e. V. und Andreas Walz von der Biohof Walz GbR in Amberg gaben Einblicke in den erfolgreichen Einsatz bio-regionaler Produkte in Verpflegungseinrichtungen. Die Beiträge verdeutlichten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen, die Mahlzeiten anbieten, und den landwirtschaftlichen Betrieben, die geeignete Lebensmittel erzeugen und liefern.

Wie sich Bio-Vermarktung langfristig etablieren lässt, zeigte Katharina Kraus von der Hutzelhof GmbH in Weißenberg. Ihr Beitrag „30 Jahre erfolgreiche Bio-Vermarktung in der Region“ veranschaulichte die Bedeutung langfristiger Erfahrung und verlässlicher Strukturen für die Vermarktung ökologisch erzeugter Lebensmittel.

Bio-Zertifizierung: Orientierung für Einrichtungen und Speisenanbieter

Anke Neumeier von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising gab Einblicke in das Thema Zertifizierung und erläuterte dessen Bedeutung für Speisenanbieter und Verpflegungseinrichtungen.

Im Mittelpunkt standen die Anforderungen an eine Bio-Zertifizierung sowie Fragen zu Kennzeichnung, Dokumentation und Kontrolle. Ergänzend bot die Veranstaltung Gelegenheit, mit anwesenden Kontrollstellen ins Gespräch zu kommen und sich über den Ablauf der Kontrollen sowie die Ausstellung von Zertifikaten zu informieren.

Austausch und gemeinsame Perspektiven

Bei der Zusammenfassung und dem Ausblick griffen Annika Reich und Michael Böhm die zentralen Themen der Veranstaltung auf. Anschließend nutzten die Teilnehmenden den informellen Austausch an den Informationstischen, um Fragen zu vertiefen, weitere fachliche Impulse aufzunehmen und Kontakte zu knüpfen.

In kleinen Schritten zu mehr Bio – Bio macht Spaß und ist die Zukunft

Die Initialveranstaltung vermittelte eine klare Botschaft: Für mehr Bio in der Außer-Haus-Verpflegung muss nicht alles auf einmal verändert werden. Bereits kleine, gezielte Schritte können dazu beitragen, den Anteil ökologisch erzeugter Lebensmittel zu erhöhen und regionale Lieferbeziehungen zu stärken.

Über die Veranstaltung BioBitte wurde auf Oberpfalz TV berichtet.

 

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