Beginn: 14.00 Uhr · Ende: ca. 17.30 Uhr
Thema: Bio-Küchel backen
Referent: Bäckermeister Manuel Neugirg
In kleiner Runde, allein unter Frauen, nahm ich am zweiten Küchel-Backkurs unserer Öko-Modellregion teil.
Es wurden vier verschiedene Sorten von Kücheln gebacken, mit und ohne Vorteig oder Poolish. Sogar Dinkelküchel waren dabei. Sechs Personen ergaben drei Teams mit je zwei Personen.
Zuerst wurden die vier Teige hergestellt. Nach kurzer „Entspannungsphase“ wurden die Küchel portioniert, jeweils 100 Gramm schwer, gerollt, also in Form gebracht, dann konnten sie noch einmal „gehen“. Nach einer aus Zeitgründen recht kurzen Gehphase wurden die Teigkugeln ausgezogen, was schon reichlich Fingerspitzengefühl erforderte.
Beim Ausziehen wurden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Teigen schnell fühl- und sichtbar, und die Teilnehmer diskutierten über Vor- und Nachteile beim Ausziehen der Rohlinge.
Nach einer weiteren kurzen Gehphase wurden die Küchel in einer mit Butterschmalz gefüllten Fritteuse bei 170 bis 175 Grad unter mehrfachem Wenden knusprig ausgebacken. Auch hier muss man einiges beachten.
Bei der anschließenden Verkostung konnte jeder sein Lieblingsküchel finden. Man konnte auch die verschiedenen Teigstrukturen, die uns unser Coach bei der Herstellung schon professionell im Vorfeld erklärte, am Original gut erkennen und auch schmecken. Es gab keinen klaren Sieger unter den Kücheln.
Manuel Neugirg ist Bäckermeister und als Lehrer an der Meisterschule des Bäckerhandwerks in München tätig. Das wurde uns in jeder Phase des Kurses bewusst. Er konnte alles wissenschaftlich erklären: was wann und wie in jeder Phase des Küchelbackens passiert und was über Erfolg und Misserfolg beim Backen entscheidet.
Am Ende konnten die begeisterten „Bäckerinnen und Bäcker“ mit gut gefüllten Einkaufstüten voller Küchel nach Hause gehen.
Fazit: Ein sehr lehrreicher Kurs, in dem viel Wissen aus der Praxis anschaulich vermittelt wurde und alle Sinne genießen durften.