Austausch mit Gailersreuther Mühle

Projekt: Bio-Verarbeitung in der Nordoberpfalz

Zu Besuch bei der Gailersreuther Mühle in Floß

Zu Besuch bei der Gailersreuther Mühle in Floß
© Annika Reich

Ende November trafen sich die Öko-Modellregionen Stiftland, Naturparkland Oberpfälzer Wald und Amberg-Sulzbach mit dem Geschäftsführer Gerald Meierhöfer der Gailersreuther Mühle. Ziel war es, Probleme und Verbesserungen in der Wertschöpfungskette Bio-Getreide zu besprechen. Bio-Mühlen stellen in der Wertschöpfungskette Getreide einen Flaschenhals dar. Sie bündeln und verarbeiten das Bio-Getreide und geben dieses dann an anderer Verarbeiter oder an den Handel ab.

Hürden, wieso sich vor allem das Bäckerhandwerk gegen eine Bio-Zertifizierung entscheiden, sieht Meierhöfer zu einem in der Preisgestaltung der Backwaren und Aufwand der Zertifizierung. Viele Bäckereien schrecken durch den Arbeitsaufwand der Zertifizierung zurück. Die Erhöhung des Preises durch Bio sieht Meierhöfer als revidierbar an, da oftmals der Rohstoffeinsatz die geringsten Kosten einer Backware wie z.B. bei Semmeln darstellt. Hilfreich wären Preiskalkulationsrechner und Umstellungsberatungen für das Lebensmittelhandwerk.
Die Gailersreuthermühle ist einer den wenigen Bio-Mühlen in Bayern. Sein Getreide bezieht sie regional von verschiedenen Bio-Bauern. Ihre Mühl-Kapazitäten sind noch nicht erreicht. Es ist somit wichtig den Absatzmarkt im Bereich des Bio-Getreide zu verfestigen. Es werden Bäcker gesucht, die Lust darauf haben Bio Backwaren zu produzieren.

07.12.2022

Regionen: Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg, Naturparkland Oberpfälzer Wald, Stiftland