Erste Schritte in Richtung Hofnahe Schlachtung

Treffen am 10. Juni 2022 mit interessierten Landwirten und Veterinäramt

Projekt: Auf- und Ausbau von Bio-Wertschöpfungsketten

Frisch ausgetrieben stehen die Jungrinder vom Jurahof mit Leitkuh Jutta auf der buntblühenden Weide im Kirchenreinbacher „Bauerngarten“. Sie schauen sich um und erkunden das neue Terrain.

Frisch ausgetrieben stehen die Jungrinder vom Jurahof mit Leitkuh Jutta auf der buntblühenden Weide im Kirchenreinbacher „Bauerngarten“. Sie schauen sich um und erkunden das neue Terrain.
© Barbara Ströll

Auch in der Wertschöpfungskette Rindfleisch hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Nachdem sich interessierte Landwirte, verarbeitende Betriebe und das Veterinäramt am 10. Juni zusammengesetzt haben, um über die hofnahe Schlachtung von Huftieren zu sprechen, hat sich mittlerweile eine Arbeitsgruppe gebildet, die das Thema für die kleinbäuerlichen Strukturen der Fränkischen Schweiz aufbereiten will.

Bei der hofnahen Schlachtung von Rindern geht es darum, dass das Tier bereits am Hof stressfrei getötet wird, damit ein Lebenstransport zum Schlachthof entfällt. Das sorgt für ein größeres Tierwohl und wirkt sich auch sehr positiv auf die Fleischqualität aus.
Seitdem die Transportzeit von 40 Minuten seit Ende letzten Jahres auf zwei Stunden angehoben wurde, können die Landwirte in der Fränkischen Schweiz nun auch diese Möglichkeit erstmalig in Betracht ziehen.
Am 24. Juni hat die Öko-Modellregion Fränkische Schweiz in Kooperation mit den angrenzenden Öko-Modellregionen zusätzlich eine Exkursion zum Biohof von Rasso Schatz in Ursensollen in der Oberpfalz angeboten, der die sogenannte „teilmobile Schlachtung“ bereits erfolgreich betreibt.
Interessierte Landwirte, Verarbeiter oder sonstige Stakeholder sind herzlich dazu eingeladen, Kontakt mit Julius Stintzing von der Öko-Modellregion aufzunehmen.

05.07.2022

Region: Fränkische Schweiz