Noch mehr Potential für Bio-Lebensmittel in Würzburg

Stadt und Landkreis schließen sich zur Öko-Modellregion stadt.land.wü zusammen

Vier Männer unterschreiben einen Vertrag

Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Landrat Thomas Eberth, Würzburgs Klimabürgermeister Martin Heilig und Michael Dröse, Leiter der Stabsstelle Landrat am Landratsamt Würzburg freuen sich auf die Zusammenarbeit als Öko-Modellregion stadt.land.wü
© Georg Wagenbrenner

Mehr Bio auf den Tellern in der Region. Das ist zukünftig das gemeinsame Ziel von Stadt und Landkreis Würzburg.

Noch vor Weihnachten gab es vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) grünes Licht für die Pläne von Stadt und Landkreis Würzburg, sich zukünftig gemeinsam für den Ökolandbau und für Bio-Lebensmittel in der Region zu engagieren. Mit dem positiven Signal aus München unterzeichneten Landrat Thomas Eberth und Oberbürgermeister Christian Schuchardt kürzlich den Kooperationsvertrag für die Zusammenarbeit als Öko-Modellregion stadt.land.wü.

Öko-Modellregion stadt.land.wü: Neuer Name, gemeinsame Ziele
Der Landkreis Würzburg engagiert sich bereits seit Herbst 2021 als staatlich anerkannte Öko-Modellregion Würzburg. So konnten im vergangenen Jahr erste Aktionen wie Hofführungen, Ernteaktionen oder Kochworkshops veranstaltet werden, um für Bürgerinnen und Bürger Möglichkeiten zu schaffen, den Ökolandbau vor Ort kennenzulernen. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt darin, neue Vermarktungswege für Bio-Lebensmittel zu erschließen. Im Fokus steht hier vor allem die Verpflegung bei öffentlichen Veranstaltungen oder in Küchen von Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen, Krankenhäusern oder Betriebskantinen.Beides sind Themen, die durch die Kooperation mit der Stadt Würzburg noch intensiviert werden können. „Viele ökologische Produkte wachsen und gedeihen in unserem Landkreis. Mit dem Zusammenschluss der Stadt Würzburg öffnen wir ein großes Tor zu neuen Konsumentinnen und Konsumenten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und das noch größere Potential, das durch die Erweiterung
entstanden ist“, betont Landrat Thomas Eberth.

Auch die Stadt Würzburg hat den Aspekt der nachhaltigen Ernährung als Maßnahme in ihrem Klimaschutzkonzept fest verankert. Ziel ist es, nach und nach auf biologisch und fair gehandelte Produkte in der öffentlichen Beschaffung umzustellen. Außerdem sollen die städtischen Angebote im Bereich der Umweltbildung um den Themenkomplex Bio-Lebensmittel erweitert werden. "Die Öko-Modellregion stadt.land.wü ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der interkommunalen Zusammenarbeit und für unsere Zielsetzung einer klimaneutralen Stadt“, stellt Oberbürgermeister Schuchardt heraus. "Wir freuen uns, dass wir bei diesem bedeutsamen Thema des nachhaltigen Konsums mit dem Landkreis gemeinsame Wege gehen und Synergien erschließen“, ergänzt Bürgermeister Heilig.

Zusammenarbeit erfordert personelle Verstärkung
Mit der Erweiterung der Öko-Modellregion um das Stadtgebiet Würzburg wird die interkommunale Arbeit auch personell verstärkt. Stadt und Landkreis haben sich mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags auf die Einrichtung einer gemeinsamen halben Personalstelle am Landratsamt Würzburg verständigt. Eine wichtige Aufgabe dieser neuen Stelle wird es sein, die nötigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie die Fachabteilungen bei der Stadt Würzburg in die Projektvorhaben der Öko-Modellregion einzubeziehen und gemeinsam Umsetzungsschritte mit den Akteuren im Stadtgebiet anzugehen.

23.12.2022

Region: stadt.land.wü