Öko-Projekte gehen an den Start

Förderung von sieben Kleinprojekten in der Öko-Modellregion Passauer Oberland

Projekt: Regionale Wertschöpfungsketten und Vermarktungswege

Die Mitglieder des Entscheidungsgremiums in der Öko-Modellregion Passauer Oberland sind v.l. Walter Dankesreiter, Franz Dankesreiter, Robert Sammer, Georg Hatzesberger, Josef Hasenöhrl und Thomas Stockbauer-Muhr (fehlt auf dem Bild). Projektmanagerin Barb

Die Mitglieder des Entscheidungsgremiums in der Öko-Modellregion Passauer Oberland sind v.l. Walter Dankesreiter, Franz Dankesreiter, Robert Sammer, Georg Hatzesberger, Josef Hasenöhrl und Thomas Stockbauer-Muhr (fehlt auf dem Bild)
© ILE Passauer Oberland

Zu Beginn des Jahres wurden Unternehmen, Betriebe und Privatpersonen in der Öko-Modellregion Passauer Oberland aufgerufen, bis Ende Februar Projektanträge einzureichen, die sich auf Bio-Wertschöpfungsketten und die Bewusstseinsbildung rund um Bio-Lebensmittel im Passauer Oberland ausrichten. Der sogenannte „Verfügungsrahmen für Öko-Projekte“ steht seit Beginn des Jahres 2022 den insgesamt 27 Öko-Modellregionen in Bayern zur Verfügung, über den Kleinprojekte mit einem Umfang von maximal 20.000 € Nettokosten mit bis zu 50 % gefördert werden können. Insgesamt umfasst der Verfügungsrahmen im Passauer Oberland 50.000 € pro Jahr, 90 % der Fördermittel stammen dabei vom Bayerischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die restlichen 10 % werden von der ILE Passauer Oberland eingebracht.

Die Förderung der Projekte setzt wichtige Impulse im Passauer Oberland. Alle sieben Öko-Projekte dienen den Zielen der Öko-Modellregion und dem Programm BioRegio 2030 des Freistaates. Sie bauen regionale Bio-Wertschöpfungsketten auf, stärken das Bewusstsein für regionale Bio-Lebensmittel und verbessern die regionale Versorgung. „Meinen herzlichen Dank richte ich an die Projektträger, die sich für die Stärkung des Ökolandbaus in unserer Region einsetzen“, so Christian Fürst, federführender Bürgermeister der Öko-Modellregion Passauer Oberland. „Auch den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums danke ich für ihre Bereitschaft zum Mitwirken. Dadurch kann die Weiterentwicklung unserer Region gemeinsam diskutiert und vorangetrieben werden.“

Das Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern der Erzeugung und Verarbeitung von Bio-Produkten sowie aus kommunalen Vertretern aus der Region zusammensetzt, entschied über die Förderwürdigkeit der bis Ende Februar bei der Öko-Modellregion eingereichten Projektanträge. Auf der Grundlage von insgesamt sechs Auswahlkriterien bewertete es die eingegangenen Anträge, die eine Mindestpunktzahl erreichen mussten, damit eine Förderung möglich ist.
Insgesamt konnten vom Gremium sieben Kleinprojekte bewilligt werden, die vor allem im Bereich der Wertschöpfung von Bio-Produkten in der Region angesiedelt sind. Ein Bio-Heumilch-Betrieb in Tittling möchte einen Teil der Milch und Käseprodukte selbst vermarkten, ein dafür notwendiges Häuschen und ein Verkaufsautomat werden hierfür gefördert. In Straßkirchen steigt ein Bio-Betrieb in die Verarbeitung und Veredelung von Ölsaaten und Nüssen durch die Anschaffung einer Ölpresse und einer Nussmus-Maschine ein. In Windorf entsteht eine Edelbrennerei für Bio-Obst, in Büchlberg kann ein sich in der Umstellung befindlicher Bio-Betriebes beim Bau eines Weidezaunes unterstützt werden. Eine in Salzweg angesiedelte mobile Saftpresse wird um eine Obstbandpresse erweitert und ein Zusammenschluss von drei Bio-Betrieben investiert in ein Bodenbearbeitungsgerät. Im September wird für die Erstklässlerinnen und Erstklässler eine Bio-Brotboxaktion an den Schulen in den Gemeinden des Passauer Oberlandes durchgeführt, ein im Rahmen der Bewusstseinsbildung angesiedeltes Projekt.

02.05.2022

Region: Passauer Oberland