Ökolandbau in Bayern und im Ostallgäu wächst weiter

Landwirte setzen immer stärker auf den ökologischen Landbau

Projekt: Bio erleben - Informationen, Veranstaltungen und Wissensvermittlung

Naturland Milchviehtag im Allgäu

Milchvieh im Allgäu
© Daniel Delang

Ostallgäu- Die bayerischen Landwirtinnen und Landwirte setzen immer stärker auf den ökologischen Landbau. Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte, haben im vergangenen Jahr in Bayern rund 600 weitere Betriebe mit über 22.000 Hektar Fläche auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt.

Damit bewirtschaften mittlerweile über 11.500 Ökobetriebe in Bayern nahezu 410.000 Hektar Fläche. Der Anteil der Ökofläche an der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Bayern beträgt aktuell fast 13 Prozent. Der Freistaat verfügt damit über die mit Abstand größte Ökofläche in Deutschland. Rund jeder dritte deutsche Ökobetrieb wirtschaftet in Bayern.
Auch im Bereich des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren ist die Anzahl der Ökobetriebe im vergangenen Jahr 2021 um 26 Betriebe und die Ökofläche um 1.161 Hektar angestiegen. So wirtschaften im Dienstgebiet OAL nun 519 Betriebe mit 18.317 Hektar Fläche nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus.
Im Ostallgäu ist Claudia Schatz vom AELF Kaufbeuren weiterhin Ansprechpartnerin für die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf den ökologischen Landbau. Zudem besteht die Möglichkeit der Kontaktvermittlung zu Betrieben des BioRegio-Betriebsnetzes, einem Netzwerk aus rund 100 ökologischen Vorzeigebetrieben, die einen vertieften Einblick in die Ökolandbaupraxis ermöglichen. Deren Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter beantworten in sogenannten Bauer-zu-Bauer-Gesprächen spezielle praktische Fragen zum Thema Ökolandbau.
Zusammen mit den beiden Ökomodellregionen im Ostallgäu werden ökologisch regionale Wertschöpfungsketten unterstützt und weiterentwickelt:
Lisa Mader, Projektleiterin der Öko-Modellregion Ostallgäu, forciert den Ausbau von regionalen Öko-Wertschöpfungsketten wie beispielsweise den Anbau von regionaler Bio-Braugerste. Weitere Maßnahmen und Projekte zu verschiedenen Themen sind zurzeit noch in Planung. Vor allem im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung wird in nächster Zeit intensiv bearbeitet.
Miriam Marihart, Projektleiterin der Öko-Modellregion Günztal, unterstützt durch Projekte wie beispielsweise der Kultivierung der schwarzen Bohne im Allgäu, dem Anbau regionaler, fast vergessener Getreidesorten sowie dem Günztal GenussKörble den Aufbau regionaler Öko-Wertschöpfungsketten. Weitere aktuelle Zielsetzungen sind der Ausbau von mehr bio-regionalen Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung sowie die Weiterentwicklung der Streuobstkultur. Außerdem soll der Ökolandbau durch verschiedene Veranstaltungsformate erlebbarer gemacht werden.

Ansprechpartner im Ostallgäu für den Ökologischen Landbau und der Förderung ökologisch regionaler Wertschöpfungsketten:

Claudia Schatz am AELF Kaufbeuren unter 08341 9002-1333
Lisa Mader, Öko-Modellregion Ostallgäu unter 08342 911-453
Miriam Marihart, Öko-Modellregion Günztal unter 0170 9170356

Pressemitteilung vom AELF Kaufbeuren, 22.02.2022

22.02.2022

Region: Ostallgäu