Praxisnaher Unterricht in den Schulen des Passauer Oberlandes

Klimaschutzoffensive an den Schulen in der Öko-Modellregion Passauer Oberland – Kooperation mit dem Haus am Strom

Schülerinnen und Schüler in Fürstenstein in Aktion

Schülerinnen und Schüler in Fürstenstein in Aktion
© Pia Funke

Klimaschutz beginnt im Alltag. Seien es Essengewohnheiten, die Wahl des Fortbewegungsmittels oder die Pflege eigener Grünflächen, die sich durch eine extensive Mahd und dem Abtransport des Mähguts im Verlauf der Jahre immer artenreicher gestalten.


Im Rahmen der Klimaschutzoffensive an den Schulen des Passauer Oberlandes kooperiert die Öko-Modellregion Passauer Oberland mit dem Haus am Strom in Jochenstein. Die Zusammenarbeit entwickelte sich in Verbindung mit den Pflanzenbestimmungshilfen, die an die Schulen in der Öko-Modellregion ausgegeben wurden. Das Haus am Strom bietet für Schulen wiederum Programme in Bezug auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt an, bei denen sich die Pflanzenbestimmungshilfen sehr gut integrieren lassen.

Die Öko-Modellregion Passauer Oberland setzt sich für eine regionale Wertschöpfung in Verknüpfung mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen insbesondere an Schulen ein. Ökologisch bewirtschaftete Acker- und Grünlandflächen bringen mit sich, dass keine chemisch-synthetisch hergestellten Dünger oder Pestizide ausgebracht werden. Dies hat zur Folge, dass auf diesen Flächen im Vergleich zur konventionellen Bewirtschaftung geringere Erträge, jedoch auch eine größere Artenvielfalt vorzufinden ist. Eine extensive Mahd oder ein geringer Viehbesatz auf Grünlandflächen sorgen dafür, dass Pflanzen zum Blühen kommen. Die anschließende Samenproduktion und der Abwurf der Samen auf die Fläche ermöglicht, dass die Samen im nächsten Jahr wieder keimen können. Die Referenten vom Haus am Strom greifen diese Themen in Verknüpfung damit auf, dass die Vielfalt an Pflanzen eine Lebens- und Nahrungsgrundlage für die Tier- und Insektenwelt bietet.

Das Haus am Strom ist die Umweltstation des Landkreises Passau und im Bereich der Umweltbildung mit einer großen Bandbreite verschiedener Themen sehr aktiv. Handlungsorientiertes Lernen und die Vermittlung von Umweltbewusstsein sind zwei wichtige Bausteine, auf denen das umweltpädagogische Konzept der Einrichtung gründet. Unter der Agenda der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ begegnet die in Jochenstein angesiedelte Umweltstation zwei großen Herausforderungen, nämlich dem Verlust der Artenvielfalt und dem damit einhergehenden fortschreitenden Klimawandel. Das Angebot reicht von Ausstellungen, Erlebniswegen und Führungen bis hin zu einem breiten Veranstaltungsangebot, das auf alle Altersgruppen ausgerichtet ist.
Für Schulen im Landkreis bietet das Haus am Strom verschiedene Programme an, die individuell an Unterrichtsschwerpunkte angepasst werden können. So können auch die Pflanzenbestimmungshilfen in das Lehrkonzept der Referentinnen und Referenten der Umweltbildungseinrichtung integriert werden, sodass die Kooperation mit der Öko-Modellregion Passauer Oberland leicht umzusetzen war. Als Erleichterung für die Schulen, vor allem in Pandemiezeiten, erklären sich die Mitarbeiter bereit, direkt in die Gemeinden der Schulen zu kommen. In der Gemeinde Fürstenstein ist der Gartenbauverein Nammering sehr aktiv, der in der Vergangenheit schon öfter gemeinsam mit der Grundschule Blühflächen oder Streuobstaktionen umgesetzt hat. So kann die unmittelbare Schulumgebung für den Einsatz der Pflanzenbestimmungshilfen direkt genutzt werden.

Die PNP berichtet hier.

19.07.2021

Region: Passauer Oberland

Downloads