Verstärkung für den Grundwasserschutz

Hettstädter Hof stellt auf Bio um

Projekt: Entwicklungsperspektive Ökolandbau im Waldsassengau

Sonnenblumenfelder im Oberen Werntal

Sonnenblumenfelder im Oberen Werntal
© Anna-Katharina Paar

Mit der Umstellung der landwirtschaftlichen Betriebsweise des Hettstadter Hofes auf ökologischen Landbau erfährt das Würzburger Trinkwasser eine äußerst erfreuliche Veränderung, denn über 50 Prozent des Trinkwassers für Würzburg kommt aus dem Wasserwerk Zell.

Um das Trinkwasser gerade in besonders sensiblen Gebieten, wie hier in Unterfranken, in denen häufig die schützenden Bodenschichten fehlen und zudem die Niederschläge gering sind, vor nachteiligen Einflüssen zu schützen, bedarf es kontinuierlicher Anstrengungen zur Sicherung der Qualität. Die Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH (TWV) hat deshalb bereits vor über 30 Jahren Flächen im Nahbereich der Wasserstollen in Zell, im Bereich der engeren Schutzzone, erworben und in ein sogenanntes „Ökologisches Wasserschutzgebiet“ umgewandelt. Diese ehemals 60 Hektar ackerbaulich genutzten Flächen wurden auf Grundlage eines Konzeptes der Universität Gießen in ein artenreiches Grünland umgewandelt. Angrenzend und in direkter Nachbarschaft dazu befindet sich der Hettstadter Hof, mit dem ebenfalls seit 1988 Maßnahmen zum Grundwasserschutz, wie z. B. die Flächenstilllegung, durchgeführt wurden.
Robert Reitzle, der den Hof mit ca. 300 Hektar in diesem Nahbereich der Zeller Quellen seit 33 Jahren konventionell bewirtschaftet, erklärte, dass er sich schon seit einigen Jahren mit möglichen Veränderungen der Betriebsweise auseinandergesetzt hat und nun in Abstimmung mit dem Freiherr Groß von Trockau den gesamten landwirtschaftlichen Betrieb auf ökologischen Landbau umstellt. Quelle: WVV

06.08.2020

Region: Waldsassengau