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Streuobst: Von der Wiese ins Glas

Projektgruppe entwickelt regionale Bio-Wertschöpfungskette für Apfelschorle und stärkt damit Umwelt, Landwirtschaft und heimische Wirtschaft

v.l. Veronika Stanglmayr, Jürgen Pompe, Renate Hanglberger und Josef Höflsauer
v.l. Veronika Stanglmayr, Jürgen Pompe, Renate Hanglberger und Josef Höflsauer
© Kai Goldmann

Der Auftakt für diese Entwicklung fand bereits im vergangenen Herbst an der Grundschule Neufahrn statt. Gemeinsam mit Bürgermeister Forstner wurde dort der Grundstein gelegt und das Thema Streuobst einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht (ein ausführlicher Bericht dazu ist bereits auf der Homepage der Öko-Modellregion zu finden).

Im Mittelpunkt des aktuellen Vorhabens steht der Aufbau einer durchgängigen regionalen Wertschöpfungskette: Streuobstbetriebe sollen künftig über eine Sammelzertifizierung bio-zertifiziert werden. Das geerntete Bio-Obst wird anschließend in einer regionalen Mosterei zu hochwertigem Saft verarbeitet und schließlich von einem regionalen Abfüller als Apfelschorle abgefüllt und vermarktet. So bleibt die gesamte Wertschöpfung in der Region – vom Baum bis ins Glas.

Die Vorteile einer regionalen Bio-Apfelschorle liegen dabei klar auf der Hand: Kurze Transportwege schonen das Klima, die regionale Verarbeitung stärkt die heimische Wirtschaft, und Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten ein hochwertiges, transparent erzeugtes Produkt. Gleichzeitig trägt der ökologische Anbau zum Erhalt der artenreichen Streuobstwiesen bei, die zu den wertvollsten Kulturlandschaften in Bayern zählen.

Gerade in der Region Landshut bietet dieses Projekt großes Potenzial. Die vorhandenen Streuobstbestände, das Engagement der landwirtschaftlichen Betriebe sowie bestehende regionale Verarbeitungsstrukturen schaffen ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Landshut vereint Tradition und Innovationsbereitschaft – beste Bedingungen, um eine nachhaltige, regionale Wertschöpfungskette im Streuobstbereich aufzubauen und langfristig zu etablieren.

Die Projektgruppe, bestehend aus Renate Hanglberger, Jürgen Pompe und Josef Höflsauer, arbeitet mit großem Einsatz daran, diese Vision Schritt für Schritt Realität werden zu lassen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Streuobstanbau in der Region zu stärken, neue Vermarktungswege zu erschließen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

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