Zum Auftakt konnten sich die Besucher im Foyer beim Markt der Möglichkeiten bei den Akteuren aus Landwirtschaft und Umweltschutz aus der Region Landshut informieren. Auch die Öko-Modellregion war dabei und informierte über Öko-Landbau im Allgemeinen, aber auch über Bio-Siegel und die Direktvermarkter aus der Region.
Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister von Furth, Andreas Horsche und dem Sprecher des Runden Tisch Artenvielfalt, Barthl Frey, folgten vier spannende Vorträge. Prof. Dr. Martin Wiesmeier von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) informierte für die Humuswirtschaft im Zeichen des Klimawandels. Nach der Kaffeepause klärte Prof. Dr. Karl Auerswald von der LfL und Technischen Universität München über Erosion und Klimawandel auf und welche landwirtschaftliche Optionen es gibt.
Das Mittagessen fand im Klosterbräustüberl Furth statt. Hier möge erwähnt werden, dass im Keller des Bräustüberls das vorzügliche Bio-Bier gebraut wird, welches später eine Etage höher den Gästen serviert wird.
Nach der Stärkung stieg Hans Schiefereder von der Bioland Beratung tiefer ins Thema „Bodenökologie – Die Tierhaltung im Boden“ ein, gefolgt von Michaela Braun, ebenfalls von der Bioland Beratung, zum Thema „Bodenansprache aus Sicht einer Praktikerin“.
Als Fazit der Veranstaltung lässt sich festhalten, dass es wichtige Herausforderungen zum Bodenschutz gibt, die man angehen muss. Der Klimawandel führt zu höheren Sommertemperaturen, ebenso wie zu stärkeren Niederschlägen mit größerer Erosionswirkung.
Darüber hinaus haben auch die immer schwereren Maschinen schädliche Auswirkungen. Zwar wird mit den breiteren Reifen der Bodendruck an der Oberfläche gemildert, aber im Unterboden ist eine Verdichtung eindeutig feststellbar. Das kann z.B. dazu führen, dass der Niederschlag nicht in tiefere Bodenschichten einsickern kann und deshalb für spätere Trockenphasen nicht zur Verfügung steht. Sinnvoll sind in jedem Fall eine möglichst lang andauernde Bodenbedeckung, Agroforstsysteme, Hecken und ein größerer Anteil des Ökolandbaus.
Die Teilnehmenden haben viele gute Anregungen mitgenommen. Als Fortsetzung des Bodentags ist ein Praxistag für Kommunen geplant. Dieser findet am 6. März in Gifthal, in der ILE Bina-Vils, statt.