Bio-Wegweiser für Landwirt*innen, Gastronom*innen, Verarbeiter*innen und Kommunen

Um regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen, sind die Öko-Modellregionen eine gute Hilfe. Denn einzelne Unternehmen, sowohl Erzeuger*innen wie Verarbeiter*innen sind schnell mit komplexen Fragen konfrontiert wie zum Beispiel:
  • Wie kommen Kontakte zwischen Landwirtschaft und Herstellung zustande,
  • Qualitätsansprüche, benötigte Abnahmemengen, Infrastruktur für Lagerungsmöglichkeiten oder die Reinigung der Rohware,
  • Wo gibt es was?
  • Wie komme ich zu einer Zertifizierung?

Und oft geht es auch darum Informations- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Hier können die Manager*innen in den Öko-Modellregionen weiterhelfen.
Es gibt aber auch viele kompetente Partner*innen und Dienstleistungen für weiterführende Beratung, Bildungsangebote und Dienstleistungen.
Einen Überblick dazu bietet die Internetseite des Bayrischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwritschaft und Forsten. .
BioRegio Betriebsnetz der LfL
https://www.lfl.bayern.de/iab/landbau/049619/index.php

Landwirtschaftliche Betriebe aus den Ökomodellregionen können an den kostenlosen Angeboten des BioRegio Betriebsnetzes teilnehmen. Dazu gehören Weiterbildungen (BioRegio Bildungsmassnahmen für neuumgestellte Betriebe) und „Bauer zu Bauer“ Gespräche. Um einen Termin zu vereinbaren kontaktieren Sie Ihre Ökomodellregionsmanager*in in der Region oder am Besten direkt:

Sophia Weisensee
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz
Tel.: 08161 8640-4485
E-Mail: bioregiobetriebsnetz@lfl.bayern.de

Das Betriebsnetz ermöglicht einen vertieften Einblick in die Ökolandbaupraxis und fördert den Wissenstransfer zwischen Landwirtinnen und Landwirten. Dadurch soll es Umstellungsinteressierten erleichtert werden, kompetente Ansprechpartner unter Berufskollegen zu finden und von deren Erfahrungen zu lernen. Zudem sollen junge Nachwuchskräfte aus den Bereichen Landwirtschaft, Hauswirtschaft und dem Lebensmittelhandwerk bereits in der Ausbildung in engen Kontakt zum Ökologischen Landbau kommen. Auch bereits ökologisch wirtschaftende BetriebsleiterInnen können sich neue Ideen und Anregungen auf den BioRegio-Betrieben holen.
Das BioRegio Betriebsnetz ist ein bayernweites Netz aus 100 langjährig ökologisch wirtschaftenden Betrieben. Diese repräsentieren regionstypische gut geführte Praxisbeispiele. Es handelt sich fast ausschließlich um Betriebe, die Mitglied in einem der vier Ökolandbauverbände – Bioland, Naturland, Biokreis oder Demeter – sind.
Umstellung auf ökologischen Landbau
Sie wollen Ihren Betrieb umstellen auf ökologischen Landbau und wissen nicht wo anfangen?

Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bieten umstellungsinteressierten Landwirt*innen eine Orientierungsberatung und Erstinformationen. Rufen Sie bei Ihrem zuständigen Amt an und fragen Sie nach.
Ab der Unterzeichnung eines Umstellungsvertrages erfolgt die produktionstechnische Beratung durch die vier Öko-Beratungsringe des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung (LKP) innerhalb der Verbundberatung.
Weitere Informationen zur Umstellung auf ökologischen Landbau sind hier.

Informationen über die vier verschiedenen Bio-Anbauverbände in Bayern finden Sie hier. 
Und hier finden Sie eine umfassende Broschüre zur Umstellung auf ökologischen Landbau sowie ein Kalkulationsprogramm 
Umstellung auf ökologische Verarbeitung
Regionale Produkte sind gefragt. Viele Bio-Verarbeitungsunternehmen würden ihre Rohstoffe gerne aus der Region beziehen, um dieser Nachfrage nachkommen zu können. Regionale Wertschöpfungsketten können gerade handwerklichen Verarbeitungsbetrieben neue Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen.

https://www.oekolandbau.de/verarbeitung/
https://www.bioland.de/herstellung
Zertifizierung
Welche Möglichkeiten der Zertifizierung von Bioprodukten habe ich in Bayern? Und wie kann ich regionale Produkte zertifizieren lassen?
Zu diesen Fragen finden Sie hier Antworten:
www.stmelf.bayern.de/bio-siegel
 
Bayrisches Biosiegel
Ökologische Land- und Ernährungswirtschaft
Kontrollstellen
Menschen und Demonstrationsbetriebe - sich inspirieren lassen!
Menschen, die in ihrer Region ihren Weg gehen und im Aufbau von Biowertschöpfungsketten nicht wegzudenken sind, finden sich auf allen regionalen Webseiten der Öko-Modellregionen. Lassen Sie sich inspirieren!
 
Außerdem gibt es rund 300 Bio-Betriebe in Deutschland – vom kleinen Rosenhof bis zum großen Ackerbaubetrieb mit über tausend Hektar Fläche, von der Bio-Imkerei bis zum Stutenmilch-Familienbetrieb, vom Erlebnisbauernhof bis zu direktvermarktenden Betrieben, die Expertise über Besonderheiten, Vorzüge und Herausforderungen des Ökolandbaus bündeln und ihre Türen und Tore für alle Interessierten öffnen, Dialog und Vernetzung anbieten. Sie bieten für Verbraucher*innen, Familien, Schulklassen, Umstellungsinteressierten und Praktiker*innen des Ökolandbaus.
 
Bio in der Ausserhaus - Verpflegung
Sie führen eine Schulküche, eine Küche einer sozialen Einrichtung oder ein Catering Unternehmen, das sich für biologische Ausserhausverpflegung interessiert? Dann finden Sie hier alles zu Bio in der Ausserhausverpflegung: 

Schulverpflegung
Bio-bitte
Ökologisch Essen
Bio kann jeder
Gastro auf Bio-Wegen
Sie wollen ein Biomenü anbieten? Sie suchen regionale Bioerzeuger*innen? Sie brauchen Unterstützung in der Umstellung? Die Manager*innen der Öko-Modellregionen kennen die Wege und können Ihnen erste Informationen geben. Und wichtige Informationen finden Sie hier:

Biospitzenköch*innen
Biomentor*innen
Bio für Kinder
Bio in der Gastronomie
Naturland Gastronomen 
 
Finanzierung
Land- und Lebensmittelwirtschaft interessieren sich zunehmend für Alternativen zu klassischen Finanzierungsmodellen. Gleichzeitig wächst in der Gesellschaft das Interesse an ethischen Geldanlagemöglichkeiten und der Wunsch nach einer nachhaltigeren Lebensmittelwirtschaft.
Bürgerschaftliche Finanzierungsmodelle ermöglichen, dass sich Bürger*innen direkt finanziell an Unternehmen beteiligen.
Der Bio-Sektor ist für Finanzierungsmodelle mit Bürgerbeteiligung besonders interessant, denn hier lässt sich der Wunsch vieler Menschen nach einem stärkeren Bezug zur Herkunft ihrer Lebensmittel verwirklichen.
Hier finden sie Informationen zu Bürgerfinanzierungsmodellen und konkreten Finanzierungen in den Öko-Modellregionen:

Heimatunternehmen
Finanzierungsmodelle

 
Biomärkte und Absatzkanäle
Manchmal kommt der Gedanke auf: "Wenn wir bloss mehr wüssten, dann wäre das vermarkten von Bioprodukten einfacher!?"
Hier gibt es Analysen, Zahlen und Fakten zu den Biomärkten in Bayern und Deutschland:

Biomarktberichte
Analyse der Märkte für ausgewählte Öko-Produkte in Bayern
Vermarktung, Beratung, Förderungen, Forschung und Bildung
fibl Statistik
Statista, Bioprodukte in Deutschland
Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft, Zahlen und Fakten
Zahl der Öko-Betriebe in Bayern
Ökologisch bewirtschaftete Flächen in Bayern

Und welcher Betrieb sucht nicht immer wieder gute Möglichkeiten sich zu präsentieren und seine Produkte zu einem fairen Preis abzusetzen?
Hier gibt es Plattformen, die interessant sein können. Bei der Suche jeweils "bio" eingeben und schon sind Bioprodukte, Bioproduzent*innen und Bio*Verarbeiter*innen zu finden:
 
www.regionales-bayern.de  vernetzt: Bäuer*innen, Verarbeiter*innen, Märkte, Regionalinitiativen, Verbraucher*innen.
www.wirt-sucht-bauer.de vernetzt: Bäuer*innen, Verarbeiter*innen, Gastronomie
www.regio-verpflegung.bayern vernetzt: Bäuern*innen, Verarbeiter*innen, Händler*innen, Gemeinschaftsgastronomie
www.genussgemeinschaft.de vernetzt Städter*innen und Bäuern*innen
www.regiothek.de vernetzt Geniesser*innen und Bäuer*innen, besondere Produkte entdecken - Herkunft nachvollziehen
www.bioland.de/karte vernetzt Biolandbetriebe und Verbraucher*innen
Biostädte
Die ökologische Landwirtschaft und das Bio-Lebensmittelangebot vor Ort fördern, dafür setzen sich ein Dutzend Bio-Städte im Netzwerk der deutschen Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise ein. Dafür brauchen sie auch Produzent*innen und Verarbeiter*innen, die Biolebensmitteln erzeugen. 
Der Leitfaden für mehr Bio in den Biostädten zeigt Wege auf ins Gespräch zu kommen!