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Preise für artenreiche Wiesenbewirtschaftung verliehen

Ehrung engagierter Bauernfamilien

Projekt: Ökolandbau erleben
auf dem Bild sieht man die Preisträger und Veranstalter der Wiesenmeisterschaft 2024 in Kaufbeuren
Preisverleihung Wiesenmeisterschaft 2024
© LfL

Unter den besten fünf Bewerbern war auch eine Weide vom Bio-Betrieb Manfred Dorn aus Obergünzburg aus der Ökomodellregion Günztal vertreten. Er erhielt für seine Weide "Eschenloh" einen beachtlichen 4. Platz. Die Fachjury lobte besonders sein hervorragendes Weidemanagement. 

Bei der Festveranstaltung  wurden 28 Betriebe für ihre vorbildliche artenreiche Wiese von Stephan Sedlmayer, dem Präsidenten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), und Richard Mergner, dem Vorsitzenden des BUND Naturschutz in Bayern (BN), ausgezeichnet. Die Wiesen wurden zunächst nach einem Punktesystem für Artenvielfalt, Kulturlandschaftswert und nach landwirtschaftlichen Kriterien wie Futterertrag und landwirtschaftliches Nutzungskonzept bewertet. Fünf Wiesen kamen in die engere Auswahl und wurden von einer Fachjury mit Expertinnen und Experten aus Naturschutz und Landwirtschaft begutachtet. 

Die Sieger der Wiesenmeisterschaft 2024 im Überblick:

Den 1. Platz erzielte Familie Babel aus Pfronten. Die junge Landwirtsfamilie betreibt Milchviehhaltung im Nebenerwerb. Der 28 Hektar große Bio-Betrieb, bewirtschaftet ausschließlich Grünland.

Der zweite Platz ging an Axel und Maria Schneider aus Pfronten. Ihr Milchviehbetrieb wird bereits seit 2008 nach den Richtlinien von Bioland bewirtschaftet. Insgesamt werden 58 ha Grünland bewirtschaftet.

Max und Andrea Gschmeißner aus Trauchgau kamen auf den 3. Platz. Sie führen im Vollerwerb einen 79 Hektar großen Milchviehbetrieb nach den Richtlinien von Bioland.

Den 4. Platz der Wiesenmeisterschaft 2024 teilen sich Manfred Dorn aus Obergünzburg und Michael Samenfink und Sarah Sagemann aus Oberthingau. Beide Betriebe produzieren mit Mutterkuhhaltung hochwertiges Rindfleisch, dass direkt vermarktet wird.

Von Familie Dorn wird die 1,1 ha große Weide „Eschenloh“ ausgezeichnet, die mit Original Braunvieh beweidet wird.

Michael Samenfink und Sarah Sagemann mähen die Feuchtwiese „Linderspitz“ (3,2 ha) zweimal jährlich und nutzen den Aufwuchs im Winter für die Mutterkuhherde.

Artenreiches Grünland ist für die Erhaltung vieler selten gewordener Wiesenpflanzen und Insekten von enormer Bedeutung. Bei der Wiesenmeisterschaft werden bereits seit 2009 besonders engagierte Bäuerinnen und Bauern für den Erhalt und die Bewirtschaftung artenreicher Wiesen und Weiden ausgezeichnet. In diesem Jahr fand die Wiesenmeisterschaft im Ostallgäu statt. 

Die Wiesenmeisterschaft wird von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem BUND Naturschutz in Bayern gemeinsam veranstaltet . Mit dem Wettbewerb werden die Leistungen der Landwirte für die Erhaltung der Artenvielfalt durch eine besonders umweltgerechte Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden gewürdigt.

Weitere Informationen finden Sie in der vollständigen PressemitteilungWiesenmeisterschaft 2024 im Landkreis Ostallgäu - BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)

Ein Beitrag von Allgäu TV finden Sie HIER.

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