Vor und nach dem Film hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, am Stand der Saatenkooperative Allgäu regionales Saatgut zu entdecken und zu kaufen. Die Saatenkooperative trägt mit ihrem Engagement zur Erhaltung der verbliebenen Kulturpflanzenvielfalt bei.
Für die an den Film anschließende Podiumsdiskussion stand mit Lucia Hiemer (Mitglied der Saatenkooperative Allgäu und der Permakultur Akademie im Alpenraum) eine ausgewiesene Expertin zur Verfügung. Sie diskutierte mit dem interessierten Publikum über die Bedeutung von Saatgutvielfalt und regional angepassten Sorten. „Wir vermehren Sorten, die in unseren Regionen zum Kulturgut gehören und darüber hinaus etablieren wir auch samenfeste Sorten aus anderen Gegenden und passen diese an unsere klimatischen Bedingungen an. Der Anfang unserer Ernährung liegt im Saatgut, dieses gehört in die Hände der Verbraucher, so tragen wir ein kleines Stück zur Ernährungssouveränität bei. Vor rund 100 Jahren galt Saatgut aus höheren Lagen als besonders hochwertig. Sorten aus dem Allgäu waren oft robuster als Saatgut aus klassischen Gunststandorten“, erläuterte Lucia Hiemer dem Publikum.
Praktische Tipps
Am Stand konnten die Besucherinnen und Besucher neben gängigen Sorten auch besondere Raritäten erwerben – etwa winterharten Kopfsalat. Darüber hinaus gab Lucia Hiemer praktische Tipps, wie man auch im eigenen Hausgarten erfolgreich Saatgut gewinnt, zum Beispiel von Bohnen, Tomaten, Kürbis und Gurken.
Die Filmvorführung fand im Rahmen des Projekts „Mahlzeit“ der Öko-Modellregion Ostallgäu statt, das den bewussten Umgang mit Lebensmitteln, regionaler Landwirtschaft und nachhaltiger Ernährung in den Mittelpunkt stellt. Die nächste Filmvorführung der Ökomodell-Region findet am Dienstag, 24. März 2026, um 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) in der filmburg Marktoberdorf statt.