Nach einer kurzen Begrüßung durch den Hausherrn ging es direkt zum Kälberstall. Die Planungen hierfür stammten noch aus der Feder des ehemaligen Staatsgutleiters Helmut Ramesberger. Nach Dienstantritt übernahm Thomas Lehner die Planungsarbeiten und brachte sie zur Umsetzung. Umso erfreulicher zeigte er sich darüber, dass der Bau kosten- und fristgerecht umgesetzt werden konnte. Nach einer Bauzeit von ca. 8 Monaten zogen Anfang April dieses Jahres die ersten Kälber in den auf Tierwohl ausgelegten Stall ein. Durch die offene Bauweise sowie dem Einsatz von nachhaltigen Materialen setzt der Stall neue Maßstäbe in der Kälberhaltung. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auch auf die tiergerechte Gruppenhaltung gelegt. Das Staatsgut Kringell spielt eine zentrale Rolle als Bildungs- und Forschungsstandort, so Thomas Lehner, daher ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern eine moderne Lehr- und Lernumgebung zur Verfügung zu stellen.
Vor Ort gingen Fachlehrerin Anna Ernst und Betriebsleiter Joseph Mautner auf die Besonderheiten des Kälberstalls ein. Dazu gehören die flexiblen Einzelboxen mit herausnehmbaren Trennwänden, ein Tränkeautomat mit zwei Stationen für die Gruppenboxen und ein immer zugänglicher Auslauf sowie auch direkter Weidezugang. Eine weitere Besonderheit ist die vorgesehene Ammenkuhbox. Mittlerweile ist der Stall mit ca. 40 Kälbern belegt, die sich sichtlich wohl in ihrer neuen Unterkunft fühlen. Ein weiterer Vorteil, so Joseph Mautner ist, dass mit dem neuen Stall eine deutliche Arbeitszeiteinsparung im Vergleich zu der Haltung in Gruppeniglus gelungen ist. Am Schluss der informativen Besichtigung lud Thomas Lehner zur gemütlichen Brotzeit in den Speisesaal des Staatsguts ein. Dort hatte Projektfachkraft Benedikt Wolf verschiedene vegetarische Aufstriche zubereitet, unter anderem einen Bärwurz-Quark-Aufstrich mit Bärwurz-Grün aus dem Hause Lehner. Zur Eröffnung des Buffets ging Thomas Lehner auf aktuelle Entwicklungen im Staatsgut Kringell ein, bevor der Abend genussvoll ausklang.