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Wenn die Sense singt

- Altes Handwerk neu erlebt -

Projekt: Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung
Sensenkurs
Erster Sensenkurs in und mit der ÖMR
© ÖMR NPOBW_Carolin Babl

An drei Terminen vermittelten Ranger Tom sowie Christian vom Naturpark ihr umfangreiches Wissen rund um das alte Handwerk. Nach einer Einführung in die Theorie hieß es: selbst ausprobieren. Die Teilnehmenden lernten, wie eine Sense richtig eingestellt wird, worauf es beim Wetzen ankommt und wie durch das Dengeln die Schneide optimal geschärft wird. Natürlich durfte auch das eigentliche Sensenmähen nicht fehlen. Unter fachkundiger Anleitung konnten die richtige Technik ausprobiert werden und wurde schnell festgestellt, dass das Mähen mit der Sense weit mehr ist als reine Muskelkraft. Vielmehr sind Rhythmus, Gefühl und eine gut vorbereitete Sense entscheidend.

Besonders erfreulich war die große Begeisterung der Teilnehmer. Viele waren überrascht, wie effizient und zugleich entschleunigend das Arbeiten mit der Sense sein kann. Die Mischung aus traditionellem Handwerk, Naturerlebnis und praktischem Lernen machte den Kurs zu einem besonderen Erlebnis.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Öko-Modellregion Naturpark Oberer Bayerischer Wald statt. Diese Zusammenarbeit passt hervorragend zusammen: altes Wissen bewahren, nachhaltige Bewirtschaftungsformen stärken und die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft fördern. Gerade das Mähen mit der Sense ist dabei ein wertvolles Werkzeug für den Naturschutz. Im Gegensatz zu vielen Maschinen ermöglicht es eine schonende Mahd, bei der Blühpflanzen länger stehen bleiben können und Lebensräume für Insekten, Amphibien und andere Wiesenbewohner erhalten werden.

Damit verbindet das Sensenmähen ursprüngliches Handwerk mit modernen Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Biodiversität. Es zeigt, dass bewährte Techniken auch heute noch ihren Platz haben und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaft leisten können.

Der gelungene Auftakt macht Lust auf eine Fortsetzung und vielleicht greifen künftig noch mehr Menschen in der Region zur Sense, um Natur und Tradition gleichermaßen lebendig zu halten.

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