Zum Inhalt springen

Heimat auf dem Teller

Ausstellung zeigt regionale Bio-Vielfalt und Engagement junger Menschen

Gruppenfoto
Zahlreiche Gäste aus Landwirtschaft, Naturschutz, Kommunen, Schulen und weiteren Institutionen besuchten die Ausstellungseröffnung im Foyer des Landratsamtes.
© Christian Hüther / Landkreis Rhön-Grabfeld

Stark vernetzt – regional und nachhaltig

Zur Ausstellungseröffnung begrüßte Landrätin Sonja Rahm zahlreiche Gäste aus Landwirtschaft, Naturschutz, Kommunen, Schulen und weiteren Institutionen. Sie betonte die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Landkreis, die in dieser Form bayernweit eine Besonderheit sei. Die Ausstellung zeige beispielhaft, wie die Öko-Modellregion Menschen zusammenbringe und Themen wie Regionalität und Nachhaltigkeit einer breiten Öffentlichkeit näherbringe. Besonders würdigte sie die beiden P-Seminare, die eindrucksvoll zeigten, wie praxisnahes Lernen Wissen vermittle und zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln anregen könne.

Der aktualisierte Bio-Einkaufsführer gibt einen Überblick über die Vielfalt regionaler Bio-Erzeuger und Verarbeitungsbetriebe. Seit seiner Erstauflage im Jahr 2023 ist er bereits tausendfach genutzt worden. Aktuell umfasst die Broschüre 51 Bio-Akteure aus den Bereichen Direktvermarktung, Imkerei, Handel und Gastronomie. Gegenüber der vorherigen Ausgabe sind einzelne Betriebe nicht mehr enthalten, zum Beispiel aufgrund von Betriebsschließungen oder Herausforderungen im Bereich der Bio-Zertifizierung oder Direktvermarktung. Zugleich wurde der Einkaufsführer um eine Reihe neuer Betriebe ergänzt und bestehende Einträge zu Öffnungszeiten und Produktkategorien aktualisiert.

Ein digitaler Saisonkalender und Rezeptideen

Die Ausstellung zeigt aber auch die Ergebnisse der beiden Schulprojekte. Das P-Seminar des Martin-Pollich-Gymnasiums aus Mellrichstadt entwickelte einen Informationsaufsteller über regionale Bio-Betriebe, gestaltete einen digitalen Saisonkalender und ergänzte diesen um Rezeptideen mit saisonalen Zutaten.

Ziel war es, aufzuzeigen, wie vielfältig das Bio-Angebot im Landkreis ist und dass viele Produkte direkt vor der Haustür erhältlich sind. Darüber hinaus gestalteten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der KinderUni einen Vortrag mit dem Titel „Essen von nebenan - kurze Wege, großer Unterschied“. Mit interaktiven Elementen vermittelten sie Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren die Bedeutung regionaler und biologischer Lebensmittel und sammelten dabei selbst wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Teamarbeit, Organisation und Präsentation.

Ein Klimadinner in Bad Königshofen

Praxisnah war auch das P-Seminar des Gymnasiums aus Bad Königshofen angelegt. Unter dem Titel „Klimakochen - Vorbereitung und Durchführung eines klimagerechten Dinners“ planten und organisierten die Schülerinnen und Schüler ein mehrgängiges Menü mit saisonalen und regionalen Bio-Zutaten für rund 50 Gäste.

Ergänzt wurde der Abend durch Informationen rund um Klimaschutz und nachhaltige Ernährung. Das durch die Öko-Modellregion geförderte Vorhaben (Öko-Kleinprojekt) entstand in Zusammenarbeit mit zahlreichen bio-regionalen Partnerbetrieben und bot den Jugendlichen vielfältige Einblicke in nachhaltige Lebensmittelproduktion und regionale Wertschöpfung.

Ausstellung läuft bis Ende Juli im Landratsamt

Die aktuelle Ausstellung, die bis Ende Juli zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes kostenfrei besucht werden kann, greift damit ein hochaktuelles Thema auf. Zwar steigt die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln bundesweit weiter an, gekauft werden diese jedoch zunehmend in Discountern und Drogeriemärkten. Umso wichtiger ist es, auf die Vielfalt bio-regionaler Direktvermarktung aufmerksam zu machen.

„Es freut mich, dass die Broschüre in Rhön-Grabfeld bereits auf so großes Interesse stößt und viele Verbraucherinnen und Verbraucher regionale Bio-Produkte schätzen!“, so Svenja Arbes, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld. Wer Bio-Produkte aus der Region kauft, stärke eine Landwirtschaft,  die auf den Schutz der heimischen Böden, Gewässer und Artenvielfalt setzt.

Ein besonderer Dank gilt den Bio-Betrieben, die sich im Einkaufsführer präsentieren. Mit ihrem Engagement in Landwirtschaft, Verarbeitung und Gastronomie versorgen sie den Landkreis mit hochwertigen Lebensmitteln und leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in der Region.

Ebenso dankte Landrätin Sonja Rahm den Schülerinnen und Schülern für ihr großes Engagement sowie den Seminarleiterinnen Katharina Altrichter und Silvia Jetschni, die die Projekte mit viel Einsatz begleitet haben.

Nächste Nachricht