Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mit dem Ranger durch die ÖMR“ drehte sich diesmal alles um heimische Kräuter, ihre Verwendung und das traditionelle Kräuterbuschen-Binden.
Während der rund zweieinhalbstündigen Tour stellte Ranger Tom verschiedene Wildkräuter entlang des Weges vor und erklärte ihre Besonderheiten. Die Teilnehmenden erfuhren vieles über die heimische Pflanzenwelt und die Bedeutung der Kräuter für Natur, Kultur und Brauchtum.
Trotz der anhaltenden Sommerhitze und damit verbundenen Trockenheit konnten noch viele Kräuter gesammelt werden. Das liegt auch an den zahlreichen extensiv bewirtschafteten Wiesen rund um den Perlsee. Dort werden die Flächen schonend genutzt, sodass viele verschiedene Pflanzenarten wachsen können. Gleichzeitig bieten diese Wiesen wertvollen Lebensraum für Insekten und andere Tiere.
Damit wurde auch deutlich, warum die Veranstaltung gut zur Öko-Modellregion Naturpark Oberer Bayerischer Wald passt. Der Erhalt artenreicher Wiesen und die Förderung einer naturnahen Landwirtschaft gehören zu den wichtigen Zielen der ÖMR.
Im Anschluss wurden die gesammelten Kräuter zu Kräuterbuschen gebunden. Diese Tradition ist eng mit dem katholischen Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August verbunden. Dafür werden verschiedene Heil- und Würzkräuter zu einem Strauß gebunden und am so genannten „Frauentag“ in der Kirche gesegnet. Der Brauch erinnert an das über Generationen weitergegebene Wissen über die Heilkraft heimischer Pflanzen und wird in vielen Orten der Region bis heute gepflegt.
Die Veranstaltungsreihe „Mit dem Ranger durch die ÖMR“ macht erlebbar, wie eng Naturschutz, Landwirtschaft und regionales Brauchtum miteinander verbunden sind. Sie zeigt, wie wertvoll die artenreiche Kulturlandschaft der Region für Mensch und Natur ist.