Zum Inhalt springen

Sojabohne und Sonnenblume – alternative Sommerfrucht?

Feldabend bei Freystadt

Projekt: Angebote für Landwirte
Landwirte auf Feld mit Sojabohnen
Landwirte auf Feld mit Sojabohnen
© Laura Braun

Zunächst wurde der Sojabohnen-Bestand von Jonas Mößler besichtigt. Dieser baut zum ersten Mal Sojabohnen an und ist angesichts der schwierigen Wetterverhältnisse zufrieden mit dem Bestand. Er erzählte den anwesenden Kollegen welche Arbeitsschritte er vor der Aussaat vorgenommen hat und welche Maßnahmen zur Beikrautregulierung unternommen wurden. Die gedroschenen Bohnen sollen später als Saatgut vermarktet werden.

Anschließend fuhren die Teilnehmer weiter zu zwei Felder von Landwirt Jakob Ehemann. Er baut sowohl Sojabohnen als auch Sonnenblumen an. Auch er erklärte die erfolgten Anbauschitte. Insbesonders für die Sonnenblumen stellte die Trockenheit eine Herausfordereung dar. Die späte und unregelmäßige Keimung erschwärte die Beikrautregulierung. Im Sojabestand war dies leichter möglich. Seinen Soja baut Ehemann im Vertragsanbau für Taifun Tofu an.

Im Anschluss an die Feldbegehungen kamen die Teilnehmenden auf dem Demeterhof Ehemann zusammen. Hier konnte Hacktechnik begutachtet werden. Außerdem informierten zwei Gastreferenten über Absatzmöglichkeiten für Sojabohnen und Sonnenblumenkerne. Peter Froschhammer von Taifun Tofu informierte über die Möglichkeiten und Bedingungen des Vertragsanbaus für Taifun Tofu. Durch die angestrebte Produktionserhöhung ist der Tofu-Hersteller aus Freiburg auf der Suche nach neuen Vertragsbauern. Liane Regner von der Marktgesellschaft Naturland wieß die Landwirte auf die allgemein hohe Nachfrage nach Bio-Sojabohnen und Sonnenblumen hin. Sie erklärte, dass die Marktgesellschaft und ihre Fachberater gerne unterstützen bei Fragen zur Sortenauswahl und dem Anbau. Die gemeinsame Vermarktung über die BIregO kann eine Chance sein, so dass die einzelnen Mitglieder versuchsweise auch kleine Mengen anbauen können. 

Zum Abschluss konnten sich die Bio-Landwirte in gemütlicher Runde austauschen. Die Veranstalterinnen von BIregO und Öko-Modellregion zeigten sich erfreut über das große Interesse an der Veranstaltung. 

Nächste Nachricht