Das Interview mit Josef Schmidt können sie hier nachlesen.
Die ca. 240 ha bewirtschaftet Josef Schmidt (Grenzmühle) mit rund 80 eigenen Rindern und 16 Pensionstiere. Die Pensionstiere sind überwiegend nur im Sommer Gast, seine eigenen verbleiben ganzjährig auf der Fläche. Seit 5 Jahren werden nun die Flächen in der Waldnaabaue anhand des Großweideprojekt bewirtschaftet. Dabei stehen Naturschutzaspekte, wie Artenvielfalt in Flora und Fauna im Vordergrund. Die Rinder verwerten das Gras (Sauergräser) und Laubwerk zu hochwertigem Rindfleisch, ebenso dienen die Kuhfladen den Insekten als Lebensraum. Das Fleckvieh und die Wasserbüffel öffnen die Landschaft, da sie einen dichten Bewuchs von Sträuchern hatte und schaffen somit wieder mehr Lebensräume für heimische Tiere. Die Flächen lagen vor der Projektierung und Projektumsetzung brach. Laut Schmidt:"Ich würde in eines der Gebiete gehen, die früher besonders stark verbuscht waren. Dort sieht man den Effekt am deutlichsten. Zu Beginn des Projekts waren gut 100 Hektar eine dichte grüne Wildnis, durch die kein Mensch freiwillig gegangen ist. Jetzt ist das Springkraut nahezu verschwunden, das Rohrglanzgras deutlich weniger geworden und die dichten Rohrkolben- und Schilfbestände sind lückiger. Das Imposanteste ist für mich, dass man die Landschaft mit ihrem Bodenrelief wieder erkennen kann. Das Projekt liegt in einem Natura-2000-Gebiet mit sehr hohem Schutzstatus. Dort gab es viele wertvolle Lebensräume, die massiv zurückgegangen sind. In der Waldnaabaue hat sich gezeigt, dass es nicht funktioniert, die Flächen einfach der Natur zu überlassen und zu hoffen, dass sich alles von allein gut entwickelt. Um diese wertvollen Graslandflächen zu erhalten, braucht es die großen Pflanzenfresser."
Die Öko-Modellregion Stiftland gratuliert zum Deutschen Biodiversitätspreis 2026!