Die Öko-Modellregion Fränkische Schweiz fördert Ökoprojekte

49.982 € für Bio-Projekte in der Region

Projekt: Förderung Verfügungsrahmen Ökoprojekte

Bio-Hofladen

Bio-Hofladen
© Daniel Delang

Nahezu eine Punktlandung: 50.000 Euro an Fördermittel standen dieses Jahr erstmalig für die Förderung von Kleinprojekten zur Verbesserung der regionalen Versorgung mit Bio-Lebensmitteln, zur Stärkung des Absatzes von regionalen Bio-Produkten und zur Bewusstseinsbildung für Akteure regionaler Bio-Wertschöpfungsketten zur Verfügung. Bis auf 18 Euro haben acht Antragssteller aus der Öko-Modellregion Fränkische Schweiz den Fördertopf ausgeschöpft. Das hat die Entscheidung des sechsköpfigen Entscheidungsgremiums im ersten Jahr einfach gemacht: „Alle eingereichten Projekte sind aus unserer Sicht eine Bereicherung für die Fränkische Schweiz und zeigen, welche Vielfalt es an Bioprodukten in der Region gibt, aber auch was für engagierte Betriebe wir haben“, freut sich Dr. Sandra Huber aus Pegnitz, ein Mitglied des Entscheidungsgremiums.

Gleich drei Projekte werden im Wiesenttal realisiert. So kann Marco Messingschlager in Birkenreuth eine Getreide-Reinigungsmaschine für Kleinmengen anschaffen, mit der zukünftig eigenes Bio-Saatgut und Bio-Speisegetreide hergestellt wird. Seine Maschine stellt er auch anderen Betrieben zur Verfügung. Zudem wird das gastronomische Angebot des Biohofs Beyer in Engelhardsberg durch einen Combi-Dämpfer aufgewertet und Helmut Ott vom Biohof Ott in Störnhof restauriert einen Verkaufsraum für Bio-Fleisch in der Region. In Wohlmutshüll entsteht am Danhof ein Selbstbedienungs-Laden für Bioprodukte.
Zwei Bio-Betriebe werden für die Ausweitung ihrer Vermarktung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und mit der Programmierung von Webshops unterstützt: der Biohof Heinze-Feldmann und die Texas Longhorn Ranch. Der Biokreis-Hof von Alfons und Cäcilia Brütting aus Seelig erhält eine Nudelmaschine, mit der er nun auch Nudeln für andere Bio-Betriebe aus der Region herstellen kann und in der Gemeinde Haag entsteht beim Naturlandhof Albrecht ein bio-zertifizierter Zerlegeraum für Fleisch, der zukünftig unnötige Fahrten erspart.
„Wir freuen uns sehr die Projekte in den nächsten Monaten bei der Umsetzung zu unterstützen“, sagt Lisa Distler vom Projektmanagement der Öko-Modellregion. Und ihr Kollege Julius Stintzing ergänzt: „Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass eine hohe Kooperationsbereitschaft seitens der Förderträger mit anderen Bio-Betrieben aus der Region besteht”.
90 % der Förderung des Verfügungsrahmen kommen vom Freistaat, die restlichen 10 % werden von den 29 an der Öko-Modellregion beteiligten Kommunen eingebracht. Unternehmen, Betriebe und Privatpersonen aus der Öko-Modellregion waren aufgerufen, sich mit einem sogenannten Kleinprojekt zu bewerben, dessen Netto-Volumen maximal 20.000 Euro umfasst. Gefördert werden 50 % der Nettokosten. Die Projekte müssen bis Ende September 2022 umgesetzt sein.

21.04.2022

Region: Fränkische Schweiz