Hier wachsen die Früchte der Erkenntnis

Der " Zum Roten Ochse" ist wieder zu Gast

Projekt: "Oi mal Bio, bitte" - Bio in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung , Bio erleben - Information und Bewusstseinsbildung , Bio-Landwirtschaft in der Nordoberpfalz , Bio-Verarbeitung in der Nordoberpfalz

Bio-Apfelsaft aus alten Sorten
© Lorenz Niemeier

Tännesberg ist Heimatort der biologischen Vielfalt – seinerzeit erste Biodiversitätsgemeinde überhaupt in Deutschland und immer noch führend als gutes Beispiel: Die Natur gehört hier auch im Rathaus zu den vornehmsten Aufgaben. Das neueste Projekt ist die gemeinsame Aufwertung der Streuobstbestände – jede Wiese ist ein Festplatz der Vielfalt, bis zu 5.000 Arten können zusammenkommen. Dabei die alten Kultursorten zu bewahren, rettet uns den wahren Geschmack der Früchte, bevor wir ihn vergessen. Wissen Sie, wie ein Welschisner oder Dr. Oldenburg schmecken? Die Mosterei Bernhard in der Nachbargemeinde Leuchtenberg tut mit und keltert einen Streuobst-Apfelsaft, der seinesgleichen sucht in seinem Geschmacksreichtum. Viele Hände sind beteiligt, die Jugendfeuerwehr greift heuer beim Ernten zu, und mit Unterstützung der Öko-Modellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald und des Amtes für Ländliche Entwicklung hat man die Biozertifizierung von der Wiese bis in die Flasche erreicht. Wildbienen, Hummeln, Admiral, Siebenschläfer, Mauswiesel und Wendehals kommen auch ohne Aushängeschild, aber das offizielle Siegel sollte auch eine Auszeichnung sein. Der Bürgermeister ist mit Recht stolz auf Land und Leute, „die Oberpfalz brummt“ – und vor allem summt sie auch, lieber Herr Gürtler.

19.09.2022

Region: Naturparkland Oberpfälzer Wald