Solidarische Landwirtschaft Obermain-Jura

Interesse an regionalem Bio-Gemüse?

Gemüsefeld mit Bewässerung
© Luplow Christian

Was ist eine Solidarische Landwirtschaft? Es ist der Zusammenschluss eines oder mehrere landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Betriebe mit einer Gruppe privater Haushalte.

Der Betrieb produziert für die Gruppe Lebensmittel, zumeist Gemüse, und erhält im Gegenzug von den angeschlossenen Haushalten monatlich einen festen Betrag. Der Betrag ist also monatlich fix und unabhängig von der tatsächlich erzeugten Erntemenge und Erntequalität, was den Produzenten auch bei schlechten Witterungsverläufen oder unvorhersehbaren Schädlingsproblemen nicht im Regen stehen lässt.

In einer Solawi können alle voneinander profitieren:

DIE VERBRAUCHER:
• erhalten frische, vielfältige, saisonal, biologische und regionale Lebensmittel.
• haben volle Transparenz, da sie wissen wo und wie ihre Nahrungsmittel produziert werden.
• erlangen einen Überblick der Produktionskosten regionaler Produkte
• fördern regionale Nachhaltigkeit

DIE ERZEUGER:
• erhalten Planungssicherheit durch sichere Einnahmen
• teilen das Risiko von Witterungsbedingungen, das die landwirtschaftliche Produktion mit sich bringt
• erhalten ein Zugewinn an Erfahrung von neuen Produkten
• erfahren eine höhere Wertschätzung der erzeugten Lebensmittel
• stehen in Kontakt mit Abnehmern und anderen Produzenten

Üblicherweise holen die angeschlossenen Haushalte die Ernte ein- oder zweimal wöchentlich direkt am Feld oder am Hof des Erzeugers ab.

Was die Mithilfe der angeschlossenen Haushalte bei der Feldarbeit anbelangt, sind mehrere Modelle denkbar. Üblicherweise ist bei großem Arbeitsanfall wie bei der Auspflanzung der Jungpflanzen oder bei der Unkrautbekämpfung per Hacke die Mithilfe der Ernteteiler möglich und nötig. „Das schafft ja auch Beziehung, was ein wesentlicher Baustein der Solawi´s ist“, so Bianca Faber.

Wer hat als Landwirt oder Gärtner Interesse?
Falls sie als Erzeuger Interesse haben, Gemüse nach ökologischen Kriterien im Rahmen einer Solawi anzubauen, oder wenn sie sich über das Konzept näher informieren möchten, so melden sie sich gern unter den unten stehenden Kontaktdaten. „Gerade in unserer kleinstrukturierten Region läßt sich der Anbau eventuell auf mehrere Schultern verteilen“, meint dazu Michael Stromer.

Wer hat als Privathaushalt Interesse, Ernteteiler zu sein?
Zwischen 50 und 100 Privathaushalte werden benötigt, um einen Betrieb voll auszulasten. Üblicherweise gibt es zwei Ernteteil-Größen, zum einen für Single- oder Kleinhaushalte, zum anderen für Familien. Der Monatsbeitrag liegt für den kleinen Ernteteil bei schon existierenden Solawi´s bei ca. 40 EUR, der große Ernteteil bei ca. 80 EUR.

Auch Selbsterntegärten möglich
Eine Alternative zur Solawi sind Selbsterntegärten, bei dem die Arbeiten wie Säen, Auspflanzen, Unkraut hacken, Gießen und Ernten weitgehend vom Privathaushalt übernommen werden und der betreuende Landwirt „nur“ beispielsweise die Beetvorbereitung und oder eine gemeinsame Pflanzenbestellung übernimmt. Auch wer hierfür Interesse hat, sei es, dass er eine Fläche als Gartenland zur Verfügung stellen könnte oder dass er sich als Nutzer an einem Selbsterntegarten beteiligen möchte, kann sich bei der Öko-Modellregion Obermain-Jura melden.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben schicken Sie uns bitte eine Interessensbekundung zu.

Interessensbekundung Solawi oder Selbsterntegarten

Gern stehen wir auch für weitere Fragen oder Anregungen zur Verfügung.



Kontakt
Bianca Faber
Projektmanagerin

Öko-Modellregion Obermain-Jura

Kronacher Straße 28-30

96215 Lichtenfels
0173/3178470

April 2020

Region: Obermain-Jura