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Biohof Familie Kröger

Familie Kröger 220922
Familie Kröger 220922
© Karin Kleinert
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Die Hofstelle befindet sich an geschichtsträchtiger Stelle in hügeligem Gelände, mit herrlichem Blick auf Otting und Tettelham. Geschichtsträchtig deshalb, weil in unmittelbarer Nähe die Grenze zwischen Bayern und Salzburg verlief. Bis 1803 gehörte Waging zum Erzstift Salzburg. Das alte Bauernhaus, das laut Denkmalamt vermutlich um die 450 Jahre alt war, wurde 1983 abgerissen und nach dem Vorbild des alten Hofes von den Eltern des jetzigen Betriebsinhabers, Joseph und Anna Kröger, mit großem Einsatz und unter Einhaltung vieler Auflagen des Denkmalamtes wieder aufgebaut. Das Erdgeschoss ist gemauert, das Obergeschoss ist eine Holzkonstruktion.

Zum Lopaschberger Hof gehören 25 Hektar Grünland. Die sensiblen Flächen werden seit jeher schonend bewirtschaftet und es wird, so weit möglich, Heu gemacht. Den ganzen Sommer über dürfen die etwa dreißig Kühe, die Kälber im Alter ab etwa vier Monaten und das gesamte Jungvieh auf die Weide. In dieser Zeit wird weitgehend auf Silagefütterung verzichtet, sodass die Tiere nur Weidegras, Heu und Futtergetreide zu fressen bekommen. Im Winter stehen die Kühe im Liegeboxen-Laufstall mit Tiefstrohmatratze und Laufhof. Kälber, Ammenkühe und Jungvieh werden in dieser Zeit im Tiefstrohstall und im Tretmiststall gehalten.

2009 wurde der Milchviehbetrieb auf ökologische Bewirtschaftung nach den Kriterien des Naturlandverbandes umgestellt. Die Biomilch wird an die Milchwerke Berchtesgadener Land in Piding abgeliefert. Ein paar Mal im Jahr kommt Stephan Scholz mit seiner mobilen Hofkäserei, um für die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel Käse in verschiedenen Sorten herzustellen.

Eine Besonderheit auf dem Hof ist, dass seit 2018 die im Winter geborenen Kälber, die zur eigenen Nachzucht gebraucht werden, an Ammenkühen aufgezogen werden. Die Tiere können hier ihr natürliches Verhalten in der Herde gleich von Beginn an ausleben. Seit dem Winter 2021 werden auch einige männliche Kälber an der Amme aufgezogen. Die Aufzucht der Ochsen ist zeit- und futterintensiv, zudem brauchen sie im Stall einen eigenen Bereich. Die ersten drei Monate trinkt ein Ochse etwa tausend Liter einer Ammenkuh, danach frisst er auf der Weide und bekommt zusätzlich Heu, Getreideschrot oder Körnermais. Mit rund zwölf Monaten wird der sogenannte Weidejahrling, der viel Bewegung hatte, im biozertifizierten Schlachthof in Laufen geschlachtet und vom Laufener Metzgermeister Hermann Braunsperger zerlegt. Das hochwertige Biorindfleisch vermarkten die Krögers unter anderem über die digitale Ökogenuss-Plattform.

Aus der Betriebsgeschichte:

2009 Bio-Zertifizierung
Der „Lopaschberger Hof“ wirtschaftet nach den Richtlinien des Naturland-Verbandes.

2017 Hofübergabe an Sepp Kröger
Sepp Kröger, ausgebildeter Landwirt und Metallbauermeister, übernimmt den Hof von seinen Eltern.

2018 Ammenkuhhaltung und Käseherstellung
Zwei Neuerungen gibt es: Die Krögers lassen aus einem kleinen Teil ihrer Milch „Waginger See Kas“ produzieren und ziehen die im Winter geborenen weiblichen Kälber an Ammen zur eigenen Nachzucht auf.

2021 Weidejahrlinge
Seit Winter 2021 werden eigene Ochsen an Ammenkühen aufgezogen und als Weidejahrlinge vermarktet.

Kontakt:
Josef Kröger
Leopoldsberg 2
83329 Waging
Telefon: 08681 9881
Mail: jo-kroeger@t-online.de

Ein Porträt aus der Reihe „Ökogenuss Waginger See – Rupertiwinkel / Inn – Salzach“
Im Februar 2020 wurde von Biovermarkter*innen der Verein „Ökogenuss Waginger See“ gegründet. In loser Folge stellen wir Betriebe aus der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel vor, die sich auf diesem digitalen Bio-Bauernmarkt präsentieren.
Mehr Infos dazu gibt es unter
Homepage: https://oeko-genuss.de
Mail: info@oeko-genuss.de.
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