Naturhof Albrecht

Jochen Albrecht – Mit Plan und jugendlicher Zuversicht zum Vollerwerb

Jochen Albrecht reicht Wurst über die Theke

Verkauf am Wagen Naturhof Albrecht
© Daniel Delang

Jochen Albrecht wuchs dort auf, wohin andere Kinder am Wochenende liebend gerne einen Ausflug unternehmen: Seine Eltern Regina und Hans-Dieter Albrecht betreiben die Culmberger Bergstubn auf ihrem Hof. Es ist ein beliebtes Wandergebiet in der Fränkischen Schweiz und ein Halt in der Bergstubn gehört für Wanderer einfach dazu. Dort gibt es klassische fränkische Brotzeiten und für die Kleinen eine Vielzahl von Tieren: Katzen, Hunde, Ziegen, Schafe, Enten, Gänse, Hühner, Schweine. Viele davon sind streichelzahm, andere etwas scheuer. Doch der Ort ist einladend und idyllisch.

Jochen entscheidet sich früh für die Landwirtschaft. Und das bedeutet in der heutigen Zeit, er begibt sich auch früh auf die Suche, welche Form der Landwirtschaft ihm ein Einkommen sichert. Auf seiner ersten Station, dem Biohof Otto Weiß, lernt er gleich die Landwirtschaft kennen, die er sich auch für daheim vorstellt. „Die Vielfalt am Hof, die Tiere, die Direktvermarktung – das alles ist genau, wie ich mir einen Hof vorstelle“, bekennt Jochen. In der Lehre dort lernt er alles, was er braucht, um dann den eigenen Hof auf diese Art zu gestalten. Die Mutter Regina, steht voll hinter dem Konzept. Kein Wunder: Diese Art von Tierhaltung wirkt anziehend und ist genau das, was sich die Ausflügler in der Bergstubn am Culmberg wünschen.
Die Eltern betreiben weiterhin das Ausflugslokal und am Hof selbst lässt sich noch nicht der Umsatz generieren, den sich Jochen für seinen Betrieb vorstellt. Hier ist es eher die stetige Entwicklung des Hofes: Bereits heute gibt es Rind, Lamm und manchmal Schwein, im Herbst auch Enten und Gänse. Nächstes Jahr kommen noch Hähne für Brathähnchen dazu.
Jochen entschließt sich, einen Marktstand in Bayreuth zu betreiben und kooperiert mit einem Biobetrieb in Marktschorgast, damit er genug Ware anbieten kann. Der Umsatz entwickelt sich gut und Jochen wagt den Schritt, sich einen neuen Verkaufswagen zu leisten. „Die gebrauchten hatten alle schon sehr viele gefahrene Kilometer. Ich fand dann, dass es was hermacht, wenn der Wagen gut ausschaut.“ Der Erfolg gibt ihm recht – und auch wenn durch den Krieg in der Ukraine viele Umsätze stagnieren oder gar zurückgehen, kann er sein Geschäft stabil betreiben.
Und er hat bereits die nächsten Pläne: Für die Hähnchen, aber auch Fleisch und Wurst sollen am Hof Räume saniert und entsprechend aufgewertet werden, dass sie als Verarbeitungs- und Lagerräume dienen und einen reibungslosen Ablauf garantieren. So schafft es Jochen mit seinen 27 Jahren, seine Art von Landwirtschaft zu verwirklichen und die Nebenerwerbslandwirtschaft der Mutter Schritt für Schritt in Richtung Vollerwerb zu entwickeln.

Kontakt:
Naturhof Albrecht
Jochen Albrecht
Culmberg 5
95473 Haag
Mobil: 0171-2075053
E-Mail: naturlandhof-albrecht@web.de
Öffnungszeiten:
Verkauf am Hof: Freitag 15-18 Uhr und Samstag 15-18 Uhr
Viktualienmarkt Bayreuth: Dienstag und Donnerstag 10-17 Uhr
Hagebau Bayreuth: Freitag 9-14 Uhr und Samstag 9-16 Uhr

Region: Fränkische Schweiz