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Öko-Modellregion Passauer Oberland fördert wieder 9 Öko-Kleinprojekte

Fördertopf beim ersten Anlauf ausgeschöpft

Projekt: Verfügungsrahmen Ökoprojekte
Sitzung Entscheidungsgremium Januar 2026
Sitzung Entscheidungsgremium Januar 2026
© ÖMR Passauer Oberland

Mit dem Fördertopf für Öko-Kleinprojekte stellt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus den bayerischen Öko-Modellregionen jährlich je 45.000 Euro an Fördergeld zur Verfügung. Diese Summe wir von den 11 Gemeinden der ILE Passauer Oberland um 5.000 Euro Eigenanteil aufgestockt. Förderfähig sind Kleinprojekte in der Öko-Modellregion Passauer Oberland zur Stärkung der regionalen Bio-Land- und Ernährungswirtschaft und regionaler Bio-Wertschöpfungsketten. Dem Förderaufruf der Öko-Modellregion im Juli letzten Jahres waren bis zum Fristende am 11.01.2026 insgesamt 11 Betriebe gefolgt.

Nach der Abstimmung durch das Gremium dürfen sich nun folgende Projektantragsteller auf die finanzielle Unterstützung durch die Öko-Modellregion freuen. So zum Beispiel die Gemeinde Tiefenbach, die eine Imagebildungskampagne für den Öko-Landbau initiieren möchte. Über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten werden Themen und Projekte aus der Öko-Modellregion über Radio, Printmedien und Social Media dargestellt. Der Gemüsehof Fischl wiederum wird zur Erweiterung des eigenen Sortiments Beerensträucher mit einer Zisterne zur Bewässerung anschaffen. Die Beerensträucher sollen zwischen die Gemüsebeete gepflanzt werden und als natürlicher Wind- und Erosionsschutz dienen – so werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. In Fürstenstein hingegen wird mit dem Fördergeld eine Bio-Erlebnisimkerei entstehen. Der außerschulische Lern- und Erlebnisort dient der Sensibilisierung für ökologische Landwirtschaft, Biodiversität und die Bedeutung von Bienen. Die Bio-Gemüsegärtnerei am Floßmannhof lässt sich verschiedene Anschaffungen zur Verbesserung des innerbetrieblichen Ressourcenmanagements, wie zum Beispiel einen Bewässerungscomputer mit Bewässerungssystem, fördern. Sowohl der Biohof Knott, also auch der Permakulturhof Weiß werden beim Bau von je einem Verarbeitungsraum finanziell unterstützt. Der Biohof Eder wird sich mit Hilfe der Förderung eine Sitzgruppe für Verkostungen der hofeigenen Produkte anschaffen. Max Weikelstorfer investiert mit Hilfe der Förderung in ein Doppelmessermähwerk. Dies soll die Futterqualität am Betrieb erhöhen und eine boden- und insektenschonende Mahd ermöglichen. Der Pinzgauerhof Bauer-Fröhler wiederum strebt mit der Anschaffung eines Hühnermobils eine Betriebszweigerweiterung um Bio-Eier an.

„Mit dem uns zur Verfügung stehenden Fördergeld können wir Kleinprojekte regionaler Bio-Betriebe schnell und einfach fördern. So ist schon das ein oder andere neue Produkt entstanden. Zum Beispiel ein Hanföl aus dem Passauer Oberland, durch die Anschaffung einer Ölpresse. Durch den Bau von Hofläden stärken wir direkt die regionale Nahversorgung und helfen den Betrieben bei der Vermarktung ihrer Produkte.“, freut sich Pia Auberger über die Finanzspritze des Staatsministeriums bzw. der ILE. Die Projektmanagerin ist sich sicher, dass das Förderinstrument mit dem sperrigen Titel „Verfügungsrahmen Ökoprojekte“ die Ziele der Öko-Modellregion Passauer Oberland optimal unterstützt und die Bio-Landwirtschaft in der Region vorwärtsbringt. Umso schöner ist es, so die Projektmanagerin, dass das Förderinstrument nun schon seit Jahren in der Öko-Modellregion voll ausgeschöpft wird. Durch die Investitionen profitieren auch andere regionale Firmen enorm, denn 50.000 Euro Fördergeld entspricht einer Netto-Investitionssumme von 100.000 Euro, die meist regional ausgegeben werden.

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