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Fachtagung "Gemeinsam is(s)t man besser!" in Unterfranken

Zusatzstoffe als Indiz für Qualität

Projekt: Mehr Bio in der AHV!
stadt.land.wü., Landkreis Würzburg, Stadt Würzburg
Projektmanagerin Hanna Dorn zu Gast bei der Fachtagung in Helmstadt
© Theresa Schnackig

Die Fachtagung „Gemeinsam is(s)t man besser“

Die Fachtagung „Gemeinsam is(s)t man besser“ am 29. April 2026 in Helmstadt bot ein vielfältiges Programm rund um die Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung. Nach der Begrüßung und der Keynote „Gemeinsam is(s)t man besser!“ durch das das Staatsminissterium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus durch Elisabeth Hagmann folgte ein Impuls von Sören Kube mit dem Titel „Next Level Gemeinschaftsverpflegung: Chancen, Lösungen, Visionen“. Im weiteren Verlauf konnten die Teilnehmenden zwischen verschiedenen Formaten wählen: Erlebnisinseln und Mitmachstationen vermittelten Ernährungsbildung praxisnah, während Expertentalks und Workshops – unter anderem mit Sheila Strahl-Walters – konkrete Ansätze für den Berufsalltag boten. Themen wie Krisenmanagement in der Verpflegung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie regionale Wertschöpfung standen dabei im Mittelpunkt. Eine optionale Betriebsbesichtigung des Bio-Betriebes Remlinger Rüben im Nachbarort rundete das Programm ab und ermöglichte zusätzliche Einblicke in die Praxis.

Mitmachinsel "Zusatzstoffe" der Öko-Modellregion

Die Öko-Modellregion stadt.land.wü. griff bei den Mitmachinseln das Thema „Zusatzstoffe“ auf und machte die Unterschiede zwischen konventioneller und ökologischer Lebensmittelverarbeitung deutlich. Während in konventionellen Produkten eine große Bandbreite an Zusatzstoffen zugelassen ist, gelten im Bio-Bereich deutlich strengere Vorgaben: Beim EU-Bio-Siegel sind maximal 47 Zusatzstoffe erlaubt, bei Naturland 22, bei Bioland 23 und bei Demeter lediglich 13. Zudem wird im Öko-Bereich konsequent auf problematische Stoffe wie Geschmacksverstärker, synthetische Farbstoffe, Süßstoffe oder Phosphate in Fleischwaren verzichtet. Wenn Zusatzstoffe eingesetzt werden, müssen diese – sofern verfügbar – ebenfalls aus ökologischer Herstellung stammen.

Weniger Zusatzstoffe als Qualitätsmerkmal

Ein reduzierter Einsatz von Zusatzstoffen steht somit für mehr Natürlichkeit, Qualität und echten Geschmack – ein Vorteil, der sich auch kommunikativ nutzen lässt. Gerade in Zeiten steigenden Nachhaltigkeitsbewusstseins, in denen viele Verbraucherinnen und Verbraucher gezielt auf ökologisch erzeugte Lebensmittel achten, wird dieser Aspekt immer wichtiger. Mit der neuen Außer-Haus-Verpflegungs-Verordnung wird zudem die Kennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung vereinfacht: Bio-Produkte können transparent im Speiseplan ausgewiesen werden. Gleichzeitig entfällt eine bisher häufig vermutete Hürde, da eine getrennte Lagerhaltung nicht mehr erforderlich ist.

Sie interessieren sind für die Auslobung von Bio-Produkten auf Ihrem Speiseplan? Der Leitfaden zur Umsetzung der Bio-Außer-Haus-Verpflegung-Verordnung von a'verdis gibt einen guten Überblick und erste Inspirationen, wie es praktisch im Speiseplan aussehen kann. Gerne unterstützen auch die Öko-Modellregionen - kommen Sie gerne auf uns zu!

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