Vom Korn zur Flocke - selber ausprobieren
Wie werden aus Getreide eigentlich Haferflocken? Beim Zukunftsfest konnten Besucherinnen und Besucher diesen Prozess ganz praktisch nachvollziehen: Mit einer Flockenquetsche wurde Nackthafer direkt vor Ort zu frischen Haferflocken verarbeitet. Die Begeisterung war groß – vor allem Kinder probierten es mit Neugier selbst aus und lernten spielerisch, wie aus einem unscheinbaren Korn ein Lebensmittel für den Frühstückstisch entsteht. Besonders anschaulich wurde der Zusammenhang durch eine mitgebrachte Haferpflanze direkt vom Acker. Sie zeigte den aktuellen Wachstumsstand und machte deutlich, wie viel Zeit und natürliche Entwicklung hinter einem scheinbar einfachen Produkt steckt.
Ernährungsgewohnheiten auf 1m²
Ein interaktiver Fußstopper stellte die Frage: Wie viele Bio-Brezeln wachsen eigentlich auf einem Quadratmeter Ackerfläche? Diese scheinbar einfache Schätzfrage öffnet den Blick für ein größeres Thema: den Flächenverbrauch unserer Ernährung. Denn je nachdem, was wir essen, wird unterschiedlich viel landwirtschaftliche Fläche benötigt. Besonders tierische Produkte wie Fleisch beanspruchen durch den Anbau von Futtermitteln und die Tierhaltung ein Vielfaches an Fläche. Pflanzliche Lebensmittel hingegen sind deutlich flächeneffizienter. Die Aktion regte zum Nachdenken an und zeigte anschaulich, wie eng unsere Ernährungsgewohnheiten mit der Nutzung wertvoller Ressourcen verknüpft sind.
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Bio-Äpfel für den Radlerfrühling
Jedes Jahr lädt Landrat Thomas Eberth alle fahrradbegeisterten Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Würzburg zum Radlerfrühling ein. In diesem Jahr fand die Tour am Samstag, den 25. April 2026, parallel zum Zukunftsfest statt.
Die rund 57 Kilometer lange Strecke führte durch den südlichen Landkreis Würzburg. Bei der Pause des diesjährigen Radlerfrühlings wurden die Teilnehmenden bereits zum zweiten Mal mit Bio-Äpfeln aus der Region versorgt. Jürgen Fecher vom Obstgut Wäldleinhof in Randersacker nahm sich erneut Zeit, um etwa 400 Radlerinnen und Radlern die Äpfel persönlich auszugeben. Dadurch wird die Herkunft der Produkte unmittelbar erlebbar und die Verbindung zu den regionalen Erzeugern gestärkt.
Während die Bio-Äpfel für Regionalität und kurze Wege stehen, symbolisieren fair gehandelte Bananen globale Verantwortung und den Einsatz für soziale Gerechtigkeit.
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Einfach, regional, nachvollziehbar
Die Öko-Modellregion macht mit solchen Aktionen deutlich, wie nah Landwirtschaft und Ernährung zusammengehören und wie jede und jeder Einzelne Einfluss nehmen kann. Gleichzeitig sensibilisiert sie für die Bedeutung regionaler Bio-Produkte und stärkt die Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Ein hilfreiches Angebot ist dabei der Einkaufsführer von Stadt und Landkreis Würzburg: Er zeigt übersichtlich, welche Bio-Akteure es in der Region gibt – von landwirtschaftlichen Betrieben über Verarbeiter bis hin zu Verkaufsstellen – und wo deren Produkte erhältlich sind. So wird nachhaltiger Konsum im Alltag ganz konkret umsetzbar und regionale Wertschöpfung aktiv unterstützt.
Ziel der Teilnahme an der Veranstaltung war es, den Wert regionaler Bio-Lebensmittel erlebbar zu machen und ein Gefühl für nachhaltige Ernährung zu vermitteln. Die Kombination aus Mitmach-Aktion, Information und Verkostung kam beim Publikum sehr gut an. Zahlreiche Familien und interessierte Bürgerinnen und Bürger verweilten am Stand, stellten Fragen – und quetschten Hafer. Die Öko-Modellregion zeigte damit eindrucksvoll, wie regionale Landwirtschaft nicht nur ökologisch, sondern auch erlebbar gestaltet werden kann. Ein Schritt mehr in Richtung Zukunft – ganz im Sinne des Fests.