Ein abbruchreifer, verdreckter Stall mitten in der Stadt: das konnte natürlich nicht so bleiben. In Absprache mit dem Denkmalschutz wurde das Gebäude orginalgetreu ganz neu aufgebaut.
Ein kleines Architekturbüro bekam den Zuschlag für seine Idee, und es entstand ein wunderschönes, einladendes Gebäude im Herzen der Stadt. Schnell wurde der Stadtverwaltung klar: es würde kein Pächter gefunden werden, das Erwirtschaften der Miete und das finanzielle Risiko wollte niemand tragen. Deshalb wagte man einen mutigen Schritt, die Stadt wurde Betreiber des Bistros und stellte das Personal ein. Die Einnahmen des Bistros tragen die Unkosten, erläuterte Andreas Amann, Geschäftsführer der Stadt und angehender neuer Bürgermeister. Er hat während seiner Dienstzeit die ganze Entstehungsgeschichte des Markstadls miterlebt und -getragen. Hinzu kommen die Einnahmen aus dem Verkauf der Waren, die von den Erzeugern und Herstellern in Kommission verkauft werden. Diese Erlöse seien aber nicht sehr hoch, meinte Andreas Amann. Auf diese Weise erzielt die Stadt zwar keine großen Gewinne, zahlt aber auch nicht drauf, hat Leerstand belebt und ein einzigartiges, anziehendes Objekt in der Innenstadt geschaffen.
Im Bistro verarbeitet man auch Waren aus den vertretenen Pop-Up-Stores. Es gibt Frühstück und ein täglich wechselndes Mittagsangebot wie Bowls, Wraps und Sandwiches, Montags, Dienstags und von Donnerstag bis Samstag. So kann man probieren, was nachher vielleicht in die Einkaufstasche wandert.
Ob das Projekt auf andere Kommunen übertragbar ist? Auf jeden Fall, meint Andreas Amann. Es muss ja nicht gleich ein neuer Stadl sein, aber überall gäbe es ja Leerstand in öffentlicher Hand, wo man mit Willen und Kreativität ein ähnliches Projekt umsetzen könnte.
Der Marktstadl in der Donaustrasse 17a ist geöffnet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 09.00 Uhr bis 17.00, Samstag von 09.00 bis 13.00 Uhr.
Mittwochs, Sonntags und an Feiertagen ist Ruhetag, mit Ausnahme von verkaufsoffenen Tagen.