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Ökologischer Kümmelanbau verbindet Betriebe über Regionsgrenzen hinweg

Feldbesichtigung im Bamberger Land bringt Erzeugerinnen und Erzeuger zum Erfahrungsaustausch zusammen

Projekte: Auf- und Ausbau von Bio-Wertschöpfungsketten, Betriebsdiversifizierung und Innovation in der Bio-Erzeugung
Personen stehen mit Regenschirmen auf einem Feld mit Braugerste
Exkursionsteilnehmende begutachten den jungen Bio-Kümmelbestand in der Bio-Braugerste
© Landratsamt Bamberg / Patrick Nastvogel

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Öko-Modellregion Bamberger Land und der Öko-Modellregion Obermain-Jura, gemeinsam mit dem deutschlandweit tätigen Verein Ökoplant e.V. Neben Betrieben aus der Region waren auch Kümmel-Erzeugerinnen und -Erzeuger aus Sachsen, Unterfranken und weiteren Regionen angereist.

Nach einer ersten Austauschrunde im Trockenen standen Themen wie Anbausysteme, Begleitfrüchte, Sortenwahl, Unkrautmanagement und Vermarktung im Mittelpunkt. Anschließend machten sich die Teilnehmenden auf den Weg zu den Bio-Kümmelflächen.

Erste Station war der Königsfelder Naturlandbetrieb Merzenhof von Stefan Brehm, der seit zehn Jahren Bio-Kümmel anbaut. Besichtigt wurde eine Kümmel-Neuansaat in Braugerste. Während in diesem Sommer ausschließlich die Braugerste geerntet wird, bleibt der Kümmel auf der Fläche, überwintert und soll voraussichtlich im Sommer 2027 geerntet werden. Vor Ort diskutierten die Teilnehmenden die Bestandesentwicklung, die erfolgreiche Etablierung der Kultur sowie verschiedene Strategien zur Unkrautregulierung.

Im Anschluss führte die Exkursion zu einer Bio-Kümmelfläche von Sebastian Neuner in Treunitz. Der Bestand befindet sich nach der Überwinterung im zweiten Jahr und soll in diesem Sommer geerntet werden. Hier standen insbesondere die Bestandesentwicklung, die Ertragsbildung und praktische Erfahrungen zur Ernte im Fokus.

Gemeinsam Wissen weiterentwickeln

Die Feldbesichtigung zeigte einmal mehr den Wert des direkten Austauschs zwischen den Betrieben. Unter dem Motto „Wenn der Regen aufhört, gedeiht nicht nur der Bio-Kümmel, sondern das Wissen, das uns gemeinsam voranbringt“ nahmen die Teilnehmenden zahlreiche Anregungen für die eigene Praxis mit.

Patrick Nastvogel, Manager der Öko-Modellregion Bamberger Land, unterstreicht die Bedeutung der Region für den ökologischen Kümmelanbau: „Mit erfahrenen Anbaubetrieben wie dem Merzenhof verfügt das Bamberger Land über eine hohe Kompetenz im ökologischen Kümmelanbau. Dass Erzeugerinnen und Erzeuger aus anderen Ecken Deutschlands den Weg zu uns suchen, zeigt, dass hier Wissen und Erfahrungen gebündelt werden, die weit über die Region hinaus gefragt sind.“

Hinweis: Die Öko-Modellregionen werden durch das Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus gefördert.

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